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Beitrag von Gast am 17.11.15 15:52

Lehne ich mich mal extrem weit aus dem Fenster raus und lasse euch an meinem neuesten Projekt teilhaben - bin schon gespannt welchen Hardliner-Ritualtod ich sterben werde:

Alles klar - alternative Geschichte ist ein weitläufiger Begriff - und ich hoffe, daß das aufgrund der verwendeten `Hardware´ trotz allem hier reinpasst. Dazu gibt es eine Vorgeschichte - ich und meine Kumpelz hatten eine Idee - und ich war ohnehin schon seit meiner Marinezeit fasziniert von so einem Szenario (und James Cameron mit Avatar offenbar auch), als ich die französische Comicreihe AQUABLUE in Kiel abgriff und auf unserem Schiff gelesen und man kann fast sagen studiert habe. Also - kommen wir zum Gesäch:

" Alles, was geschieht, ist schon einmal geschehen - und es wird wieder geschehen."
(aus der Mahabharatha)

Nun, da die Wissenschaft endlich dahintergekommen ist, was jeder
SciFi-Fan schon seit Langem wusste - nämlich, daß jeder Stern eine Sonne
ist - und eine Sonne eigentlich auch ein Sonnensystem hat, stellte sich
heraus, daß es tatsächlich jede Menge Planeten in unserer
Heimatgalaxie, der Milchstraße gibt. Und darunter fallen auch jede Menge
erdähnlicher Planeten - also auch welche auf denen es WASSER gibt. Man
kann mittels der sogenannten Drake´schen Gleichung sogar berechnen, auf
wievielen Planeten es intelligentes Leben geben könnte. Einer der ersten
entdeckten Wasserplaneten zum Beispiel ist Gliese 581C. Der ist größer
als die Erde und der dortige planetare Ozean ist so tief, daß es an den
tiefsten Stellen solch exotische Materialien wie EIS VII geben kann -
also Wasser, das nicht gefroren ist, aber aufgrund des immensen Drucks
zu einer kristallinen Form ausgehärtet ist. Bei geschätzten 250000000000
Sonnen alleine in unserer etwa 102000 Lichtjahre durchmessenden Galaxie
gibt es also jede Menge Planeten. Einer davon ist die Ozeanwelt TUVALU II.

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Um eine etwa 4 Milliarden Jahre alte Sonne kreisend, die der unseren
ähnelt und stabilisiert durch einen Mond, der ähnlich groß ist wie
unserer - und der auch einen kleinen Mond hat ist der nächstliegende
Planet ein Gasriese mit einem ausgeprägten Ringsystem, ähnlich dem
Saturn - aber etwas kleiner. Daher sieht der Himmel auf Tuvalu II
manchmal etwas gewöhnungsbedürftig aus, wenn man ihn nicht gewohnt ist.

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Wir schreiben das Jahr 2840. Vor knapp 600 Jahren hat ein
Generationsraumer mit speziell angepassten Humanoiden das heimische
Sonnensystem verlassen und sich auf den Weg hierhergemacht. Mit brauner
Haut und auch ansonsten gut pigmentiert gegen die erhöhte Strahlung aus
dem All gut geschützt, wurden diese Siedler mit einem alterierten
retrogenetischen Code versehen - ihr innerer Organaufbau wurde
simplifiziert und symmetrisch aufgebaut um den AUTODOC-Einheiten ihre
wartungsmedizinischen Aufgaben zu erleichtern. Entgegen der landläufigen
Meinung war es sogar sehr einfach und günstig, sich einen Platz auf den
Kolonisationsraumern zu sichern - denn in erster Linie hat man eine
ganze Reihe von den Dingern gebaut, um auf einem `humanen´ und
kostengünstigen Weg einen ganzen Haufen Leute von der überfüllten Erde
runterzukriegen. So hatten die Zurückgebliebenen wieder Platz,
Ressourcen und Spaß, während die ungeliebte Masse des Präkariates sich
gut gekühlt oder sonstwie durch den Tiefraum auf und davon machte -
nicht ohne einen weiteren Hintergedanken. Sollten sie einen Planeten zum
Siedeln finden und irgendwann `soweit sein´, würde das jeweilige
Mutterschiff mittels seines Quantenverschränkungstransponders in
Echtzeit einen Code übermitteln - und `Interessenten´ würden sich auf
den Weg machen und würden sich gekonnt in´s gemachte Nest setzen können,
denn schon vor 600 Jahren ging es der Erde nicht mehr allzu gut. Man
fand also einen Planeten vor, der zu gut 87% von Wasser bedeckt war -
und dessen Flora und Fauna in etwa mit der Erde im Karbonzeitalter
vergleichbar ist. Die ACONCAGUA mit ihren knapp 12 Kilometern Länge
kreist immer noch in ihrem Orbit und kann von der Oberfläche aus
regelmäßig gesehen werden. Nach diversen Anfangsschwierigkeiten, Zeiten
des technologischen Verlustes und anderen Querelen ist man auf Tuvalu II
dank der umfangreichen Datenbanken inzwischen wieder auf dem
technischen Stand von etwa 1960 bis 1980.

TUVALU HEUTE

Natürlich wandte man sich an die Leute, die davon Ahnung hatten, wie man
auf einem Wasserplaneten zurechtkommt. Also, an die Leute aus dem
Pazifischen Raum. Schon vorher biogenetisch weitestgehend so alteriert
waren die Siedler begnadete Schwimmer und konnten problemlos lange und
tief tauchen. Der typische Tuvalese ist etwa 180 - 190 cm groß, gesund
gebräunt, schwarzhaarig mit leicht asiatisch anmutenden Gesichtszügen,
langgliedrig und athletisch gebaut. Auf den vielen Archipeln herrscht
also eigentlich eine recht angenehme und gemütliche neo-polynesische
Kultur vor. Das Klima ist erwartungsgemäß ausgeglichen und tropisch,
auch wenn es natürlich hier und da ausgewachsene Tropenstürme geben
kann. Auf kleineren Inseln wiederum gibt es weiterhin Stammeskulturen,
in denen der CAHOONA (Häuptling) das Sagen hat. Aus den Einigungskriegen
gibt es weiterhin Relikte wie etwa Armeen und eine Kriegerkultur. Diese
Krieger werden KOA genannt und sie haben einen altpolynesischen und in
seiner Art wohl einzigartigen Nahkampfstil weiterentwickelt, den LUA.
Dies ist die Kunst, jemanden mit wenigen Handgriffen zusammenklappen zu
können - auch wenn dabei Gelenke ausgekugelt und eventuell einige
Knochen gebrochen werden. Gute, alte polynesische Tradition. Man muss
nämlich wissen: Polynesier waren auch auf der Erde bei Weitem nicht
immer so `alohá-mäßig´ drauf, wie beispielsweise Captain James Cook und
auch Magellan zu ihrem Leidwesen bestätigen konnten. Also hat man heute
noch rein aus Traditionsgründen eine gut ausgebildete Navy -
hauptsächlich bestehend aus diversen Schiffen der Long-Beach-Klasse und
Trägern der Nimitz- und der Forrestal-Klasse - mit dementsprechenden
Flugzeugen. U-Boote sind ebenfalls vorhanden und man kann sich
vorstellen, daß die hiesigen Marines wirklich... marin sind. Und das
Zivilleben ist natürlich ziemlich entspannt. Schlendert man also heute
durch die Städte, wird man sich denken, daß höchstwahrscheinlich gleich
Thomas Magnum um die nächste Ecke kommt.

Doch als die tatsächlich schon vorhandenen Forschungssatelliten die
ersten Konzernraumer aus Richtung Erde kommen sahen, waren sich einige
weitsichtige Leute ziemlich sicher: Die traditionelle Navy, die sich
derzeit zumeist mit Kartographieren, wiederentdeckten Technologien und
anderen Forschungsaufträgen beschäftigt, ist nicht ganz so unnütz, wie
viele Zivilisten bis dahin gedacht haben mögen. Man wird sie
wahrscheinlich bald brauchen können.

Wir kaufen nichts

...und wir verkaufen auch nichts. Wenn diese Typen quer durch das
Universum kreuzen können, sollen sie gefälligst woanders hinreisen. Das
hier - ist UNSERE Welt." beschloss der Kongress in Hammond, der
Hauptstadt auf New Caledonia. Das wurde von diversen Abgeordneten des
Repräsentantenhauses mit Unbehagen wahrgenommen - wenn diese neuen
Besucher quer durch das All reisen können, können sie gewiss noch mehr.

Es gibt ja die Geschichten, die besagen, daß sie selber mal so hier
angekommen sind - die ACONCAGUA im nahen Orbit ist ein klarer Beweis
dafür. Demnächst sollte sogar eine bemannte Mission mit einer Rakete
dort raufgeschickt werden.

Und das ist genau das, worauf das Militär hofft. Da kann man bestimmt
noch was lernen! Denn wenn es stimmt und diese Typen sind von der Erde -
dann haben sie einen enormen technischen Vorsprung! Währenddessen
befinden sie sich hier gerade in der Ära des sogenannten Kalten Krieges -
was auf der Erde bereits gute 870 Standardjahre her ist. So weit - so
schlecht. Möglicherweise sind sie aber auch deshalb hier, weil die Erde
nun endlich am Ende ist. Wie gesagt - was den Militärs am meisten
Kopfzerbrechen macht wird der technologische Unterschied sein. Es gab da
mal ein paar treffende Zitate von einem Mann, der Arthur C. Clarke hieß
- der vor genau 900 Jahren gelebt hat. Wahrscheinlich eine Art
Philosoph. Man hat diese Zitate letztens in den Geschichtsdateien
entdeckt:

   „Wenn ein angesehener, aber älterer
   Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an
   Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er aber behauptet,
   dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.“
   „Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.“

Und das wichtigste Zitat von allen, No.:03: „Jede hinreichend
fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Und dieses dritte Zitat macht ihnen am meisten Kopfzerbrechen. Jedoch -
man ist sich in Expertenkreisen sicher: Lässt man diese Neuankömmlinge
einfach so gewähren, würde höchstwahrscheinlich das passieren, was vor
genau 1000 Jahren auf einem Kontinent namens Amerika passiert ist.
Tuvalesen lernen von der Geschichte - auch von den unerfreulichen
Fakten.

"...so hat das Krisenministerium beschlossen, erstmals nach knapp 120
Jahren die Mobilmachung zu veranlassen. Nach 2200 Uhr herrscht
Ausgangssperre und ungewöhnliche Vorkommnisse sind so gut wie möglich zu
dokumentieren und umgehend zu melden. In diesem Zusammenhang werden
auch UFO-Sichtungen mit gesteigerter Aufmerksamkeit bearbeitet..." kam
es aus dem Transistorradio und Mel meinte: "Höchstwahrscheinblich gerade
die!"

"Mist!" grummelte Perkins: "Wollte heute abend zu einer Grillparty am Strand gehen!"

"Das kannste jetzt wohl knicken - es sei denn, Du machst in Deinem
Garten eine Party. Und bietest Deinen Gästen an bei Dir zu pennen!" sah
einer der Wartungselektroniker aus dem Cockpit der F-105. Perkins
grinste: "Scheiße, Mann - Du hast recht! So wird´s gemacht!"

Nebenan war eine ähnliche Maschine aufgebockt - an der sich Neuzugänge
und Reservisten zu schaffen machten, sogenannte Draftees and Reserves.

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Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 20141203_122823gvsy9

Wie üblich hatten die tuvalesischen Maschinen keinerlei Kokarden - wozu
auch? Man war gewöhnt, allein zu sein. Die tuvalesischen Streitkräfte
waren planetare Streitkräfte. Oh, man hat zwar Hinweise auf
`Vorbesitzer´ des Planeten gefunden - so was wie seltsame... Dinge und
Artefakte oder gar Ruinen; von ihnen selber aber keine Spur. Aufgrund
der Ruinen und anderer Fundstücke geht man im Allgemeinen davon aus, daß
diese `Vormieter´ ihnen selber recht ähnlich gesehen haben müssen - was
die Theorie der Universalen Konvergenz zu bestätigen schien. Aber das
alles beeinflusste das Alltagsleben natürlich nicht im Mindesten. Vor
allem dann nicht, wenn das Alltagsleben gerade etwas eingeschränkt
worden war. So dokterten die vier Draftee-Ladies an diesem Flugzeug
herum, in der Hoffnung herauszufinden, was genau ihre Vorgesetzten
ruiniert hatten. Sie hatten ihre Ausbildung zu guten Wartungsmechanikern
hinter sich - zumindst theoretisch. Nun ging die Praxis los.

Niemand konnte ahnen, daß der technologische Vorsprung der
Neuankömmlinge zwar beträchtlich - aber nicht so riesig war wie
befürchtet. Denn auch auf der Erde gab es in der Zwischenzeit Kriege.
Neid und Missgunst - und insbesondere Gier - sind Eigenschaften, die nur
langsam aussterben. Vor allem dann, wenn die Erbgutträger über die
Maßen mächtig und wohlhabend sind. Aber auch sie mussten sich weiterhin
auf Cryostasis verlassen, um die Reise durch den interstellaren Tiefraum
zu überstehen. So musste SPYDERCO seine Ressourcen darauf auslegen, ein
Raumfahrtprogramm zu starten um einen Exodus einzuleiten. Und um auf
die JAVELIN zu kommen, mussten die Passagiere schon so Einiges hinlegen.
Wer hier als Passagier an Bord war - der war auch wer. Oder er hatte
einfach so viel Geld zusammengerafft, daß es schon fast obszön war. Die
Konzernstreitkräfte waren ohnehin fest eingeplant - und die Söldner
waren natürlich sowieso fein raus - Leute wie sie braucht man immer.
Nicht wenige von ihnen spielten allerdings auch mit dem Gedanken, sich
bei der erstbesten Gelegenheit abzuseilen und sich mit Shuttles voller
Equipment den dortigen Streitkräften anzuschließen. Zu diesem Behufe
haben einige Elektroniker die Autodoc-Einheiten ihrer Stasistanks
gehackt und vorprogrammiert, so daß sie und ihre Kumpelz eher aufgeweckt
werden als die große Masse von immerhin 1800000 superreichen,
degenerierten und hochnäsigen Geldsäcken - und ihrem jeweiligen
buckligen Anhang. Mal sehen, ob sie sich immer noch so toll finden, wenn
sie sich mal selber eine Raviolidose aufbiegen müssen. Es gab also
durchaus ausgewachsene Ressentiments zwischen den Fraktionen an Bord...
aber auch andere Gründe, weshalb der Eine oder Andere sich auf den 28000
Lichtjahre langen Weg nach Tuvalu II gemacht hatte.

Erst mal die Qual eines vernünftigen Namens: WARadize – oder Paradise Lost?

Gut – kommen wir zum Wesentlichen – zum Anfang. Wir befinden uns gut
960 Jahre in der Zukunft – eigentlich 1044, aber der Großteil der
Differenz wurde verpennt) UND wir befinden uns... ganz woanders. Wie kam
ich auf diese durchgeknallte Idee? Nun, erst mal, weil ich sehr viel
Phantasie habe – und zweitens durch EUCH. IHR seid schuld. Hättet ihr
nicht mit diesem Behind Omaha angefangen... Lassen wir das.

Gut – wir befinden uns also 960 Jahre in der Zukunft und ganz weit weg –
wieso? Nun, es begann so: In (von heute aus gesehen) nicht allzuferner
Zeit wird es reichlich eng und ungemütlich auf der Erde werden.
Regierungen haben nicht viel zu melden, weil sie von Konzernen abhängig
sind (wo bleibt die Neuigkeit?), also spart man sich das Wählen, denn
wer will schon wählen zwischen drei Haufen Kacke? Gut, die
Klimaerwärmung langt hin und das Flüchtlingsproblem wird noch eine ganze
Ecke heftiger – als nämlich all die netten kleinen Pazifischen Inseln
absaufen. Kiribati, Vanuatu, Tonga und Tuvalu – alles futsch. Und
dann...

Manchmal geht alles ziemlich schnell. Und auch synchron. Man entdeckt
zahlreiche erdähnliche Welten – und man entdeckt eine Möglichkeit recht
flott durch den Tiefraum zu reisen – trotzdem wird auf Cryostasis nicht
verzichtet – und man beginnt Generationsraumer zu bauen – oder aber ganz
einfach... Tiefkühltransporter, wie die 14 Km lange ACONCAGUA. Auf
diesem Schiff werden tausende heimatlose Polynesier, Indonesier und
andere Leute aus dem versunkenen PacRim einquartiert – und im Tiefschlaf
auf die Reise zu einer Wasserwelt namens TUVALU II geschickt.

Nach der Ankunft allerdings gab es einen kleinen Zwischenfall – und die
Reisenden auf der neuen tropischen Welt verloren den Zugriff auf die
Hauptdatenbank und so gab es einen Technologieverlust, der nur langsam
wieder aufgeholt werden konnte – heute ist das Jahr 960AE (After Exodus)
und man erfreut sich des stylischen technologischen Standards der
1970er Jahre – was auch auf die Autos zutrifft. Tuvalu II ist eine
Archipelwelt – ein Ozeanplanet. Das Verhältnis Land zu Wasser ist etwa
84% zu 16% - wobei diese 16% die Landmasse darstellen, wie man sich denken
kann. Tuvalu ist geringfügig größer als die Erde und die Ozeane sind
flacher. Das Leben hier wurde großteils importiert und hatte genügend
Zeit sich ökologisch ansprechende Nischen zu suchen. Die Vegetation an
Land erinnert an die Schachtelhalm- und Farnwälder des Karbon, was auch
auf die Lebewesen zutrifft. Die Ozeane erinnern eher an das Silur oder
Devon – alles da: Trilobiten, Seeskorpione, Ammoniten, Eusthenopteridae,
Brachiopoden, Placodermii... Das Meer ist bunt! Hier zu leben wäre ein
Traum – würden den nicht auch andere träumen wollen...

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No Aliens around!

Nach fast einem Jahrtausend sind die Tuvalesen ein gesundes, homogenes
Volk. Tuvalesen sind groß, drahtig-athletisch, gut im Schwimmen und
Tauchen – und sehen... ungewöhnlich aus. Trotz der meist dunkelbraunen
oder schwarzen, glatten Haare, der dunklen Haut und der leicht asiatisch
wirkenden Gesichtszüge überwiegen die Augenfarben Blau, Grün und Grau.
Bartwuchs ist unbekannt. Man weiß – aus superalten Geschichten – daß man
nicht von hier stammt – und bisher hat einen das wenig gekratzt – aber
seit neuestem gibt es... unangenehmen Besuch...

Die Konzerne kommen – mit High-Tech-Shit und allem Drum und Dran.
Warum? Nun, man kann sich gleich ins gemachte Nest setzen – vor allem,
weil die Erde inzwischen so runtergewirtschaftet ist – da macht man nun
erst mal gar nix mehr mit. Also kommen sie hierher – mit ihren eigenen
Konzerntruppen, versteht sich – und so benehmen sie sich auch. Nun –
Tuvalesen sind friedlich – es sei denn, jemand meint, er müsse sich
aufblasen. Es gibt so einige Fallbeispiele, wie man sich gekonnt
danebenbenehmen kann – und die Konzernleute beherrschen sie alle aus dem
FF, wenn sie meinen, ihnen gehöre hier alles. Dann werden plötzlich all
die lustigen Dateien interessant, die den Vermerk WEAPON TECHNOLOGY
aufweisen. Flugzeugträger der NIMITZ-Klasse. M-48-Panzer. F-105
THUNDERCHIEF. Nur so als Beispiel. Man stelle sich vor: Indigenous
planetwide Vietnam meets interstellar Blackwater-Troops! Ich denke, auch
daraus kann man ein lohnendes Tabletop machen – ob in 1/72 oder 1/48
ist natürlich Geschmackssache...

Ich habe die dummen Ideen – Ihr all die netten Regeln. Natürlich kann
man da auch ein nettes RPG von machen – mit Geheimdienst-Power, den
ersten Körpertunings und allem Drum und Dran. Die tuvalesische Jugend
sieht täglich Berichte über den Krieg in der Glotze – und hat ihre
eigene Art, mit der Tatsache klarzukommen, daß NICHT alles Gute von oben
kommt... Musik wie Star One, Frankie goes to Hollywood oder Pink Floyd
und Gerry Rafferty´s Baker Street trifft´s ganz gut. Spielt man 1/48,
kann man gut Sachen von Infinity als Konzerntruppen nehmen – bei 1/72
wird’s schon komplizierter. Wie dem auch sei, Vietnam-Zeugs gibt’s ohne
Ende, und ich denke, das könnte sehr interessant werden – weil das eine
Paarung ist, wo nicht jeder dran denkt. Zudem: Spielt man eine Kampagne,
können sich Tuvalesen auch mit moderner Hardware ausrüsten – eine F-102
mit Neutronenlaser – könnte sehr witzig sein! Man kann alledem
natürlich noch den eigenen Touch, den eigenen Style verpassen, denn jeder kann
natürlich seinen eigenen Konzern erfinden - ich denke da an den Mig-37-Bausatz
von Italeri, Centauro-Panzerwagen und die krassen Merkava-III-Panzer in hellen,
kalten, keramischen Grautönen - oder sowas. Und moderne 1/72-Truppen gibt´s
zuhauf - die mit Drohnen und sowas auszurüsten, wäre ein Klacks. Zur Not könnte
man auch TAU-Servorüstungen in´s Feld führen...

Aber natürlich habe ich schon ein paar stylische Anschauungsobjekte zur Hand...

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"Was sollen diese Zeichen auf den Maschinen?"
"Das nennt man in den Geschichtsdateien `Flagge zeigen´."

So - jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob und wo es normale Autos in 1/72 gibt... Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 4031855404

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Beitrag von GumSmith am 17.11.15 17:59

Moinmoin,
ganz nett, nur die Grundidee ist uralt - James P.Hogan "Die Kinder von Alpha Centauri" . Die Story enthält allerdings wesentlich mehr Sozialkritik.

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Beitrag von Gast am 17.11.15 18:46

Noch mehr Sozialkritik? Cool - muss ich mal lesen. Danke für den Tip.

Ja, es ist schwer, nach gut 4000 Jahren aufgezeichneter Geschichte noch `neue Ideen´ zu haben.
Habe ja gesagt, wir wurden inspiriert...

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Beitrag von Plasticwarrior am 17.11.15 21:40

Ziviele Fahrzeuge in 1/72 gibt es von Hengwell, Cararama, Schuco und Grell.
Leider nicht viel bis gar nix für vor 1945,aber sehr viel für danach.

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Beitrag von Gast am 17.11.15 21:41

Fettes Merci! Das wollte ich wissen!

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Beitrag von Plasticwarrior am 20.11.15 21:23

Mir ist eben erst aufgefallen das der eine Vogel ja eine F-110 ist.
So ein Ding habe ich hier parken und noch ein paar andere.
Die würden sich über ein neues Zu Hause freuen Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 3225513142

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Beitrag von Gast am 20.11.15 22:56

Öhhm... nö, eine Phantom ist nicht dabei. Bisher verfügt meine `Insel´ über eine A-5 Vigilante, eine F-100 und eine F-105.

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The Chief. The 105. Riesig groß, eine der größten Maschinen mit einem einzelnen Triebwerk.
Nicht sehr wendig, dafür mit guten 2000 Sachen hurenschnell und verdammt robust. Ab Werk ist eine 20mm-Motorkanone eingebaut und man kann das Ding mit allem Möglichen zuhängen, bis es aussieht wie ein Weihnachtsbaum voller Dartpfeile. Man schwört in gewissen Kreisen auf diese Maschine, eben weil sie unverwüstlich und simpel in der Wartung ist - Man ist immer noch im Lernprozess beim Umgang mit Militärtechnik - bisher haben die Tuvalesen sie ja auch kaum benötigt...

Aber hey - wenn Du natürlich U.S.-Vögel aus den 60ern - 70ern hast... die kann man immer brauchen... Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 1780324424

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Beitrag von Plasticwarrior am 21.11.15 1:09

Sorry meinte die F-100 Super Sabre Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 3348734774 

Ich mache mal ein paar Bilder der Vögel.

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Beitrag von Gast am 21.11.15 8:44

Perfekt! Hier zet Be eine der REGULUS-Spionagedrohnen:

Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 20151106_222128xqrx1

"What You can´t accomplish with Stealth, You can do with Speed."

Das ferngelenkte Staustrahlteil wird so schnell, daß die Lackierung beginnt, sich abzulösen. Nach der Landung werden die Filme entwickelt und ausgewertet - ja, so war das mal `ne Zeitlang: Nix mit Echtzeit und herumeiernden Apparatismen mit vier Rotoren...
Und wer sich mit Cold-War-High-Tech eindeckt, braucht natürlich auch `nen Satz Panzer:

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Es ist ganz erstaunlich - WWII-Stuff gibt´s von 1003 Firmen in 20000 Versionen, okay. Aber Zeugs, das man noch aus Vietnam kennt ist so rar, da darf man echt nicht wählerisch sein. Geht schon mit den Figuren los - es gibt nahezu jeden Murks aus dem Zweiten Weltkrieg - aber daß man mal ein paar vernünftige GIs findet?

Pegasus hat welche - und Italeri. Muss bei Gelegenheit mal sehen, wie die so sind...

Da die Konzerntruppen den Großteil ihrer Ressourcen darauf konzentriert haben, um hierherzukommen, haben sie natürlich nicht jeden Blödsinn dabei - wie GPS- und Spionagesatelliten. Daher brauchen auch sie Spionagezeugs, wie mobile Horchposten - die gerne auch sehr 80er-Jahre-SciFi-mäßig aussehen können. Hey - das sind die bösen Jungz aus der Zukunft!
Ich bin ja noch ein `Veteran´ aus der Zeit, als es für .40K nicht jeden Käse gab und FW noch ein Konzept im Brain von irgendjemandem war, der mit Resin gut umgehen konnte, es noch Fehrzeugkonstruktionsregeln (WD #175) gab und man sogar noch von GW höchstselbst dazu angeregt wurde, sich selber ballerndes Großgerät zu bauen (Eine Aufforderung, auf die ich zugegebenermaßen nicht unbedingt angewiesen war), wie in den superantiken WELTENBRAND-Sourcebooks nachzulesen. Also werde ich für die Konzerne ein paar nette Kleinigkeiten zusammenkompositionieren...

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Beitrag von Plasticwarrior am 22.11.15 21:38

Hier mal die Bilder der Vögel:

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Die Decals der F-104,F-14 und F-16 sind noch dabei.
Bei den Harrier dagegen sind sie drauf,wollen aber wieder "runter".


Ich habe auch noch ein paar ungebaute M 113 und weitere Bausätze,allerdings schon mehr nach Vietnam




Die Vögel auf dem 2. Bild sind auch noch da.




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Beitrag von Gast am 22.11.15 21:47

Die F-100 und die F-104 sind cool! Und bei den anderen... was ist das unten links?

Oben rechts - ist das eine Junkers 188?

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Beitrag von Gast am 23.11.15 9:43

Mein lieber AEON,

da fährst du ja ganz schöne Armeen auf. Die Tanks gefallen mir sehr gut. Erinnert mich an meine früheren Bestände...

Gruß,

Sturmi.

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Beitrag von Plasticwarrior am 24.11.15 17:30

Der große weiße Vogel ist kein Schwan,sondern eine f-14 Tomcat mit Schwenckflügeln.

Im anderen Körbchen sind 2x Ju 88 und eine Fiat BR 20.

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Beitrag von Gast am 08.12.15 16:45

Newz fromda Front! Nun haben die Jungz fast schon eine richtige Air Force - inklusive einer Phantom, die gleich mal zwei Bordkanonen hat - unter den Tragflächen, harhar...

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Und endlich haben die tuvalesischen Infanteristen auch angemessene Transportkapazitäten:

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Und die Konzerntruppen ihren mobilen Horchposten - nebst Geleitschutz, gestellt durch 3 SANCTORUM MBTs - im typischen Urban Grey der Karboceramit-Verbundpanzerung. Ja - hier tut sich was, harhar...

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Beitrag von Lemartes am 08.12.15 20:50

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Beitrag von Gast am 08.12.15 21:43

Eigentlich nicht - ich habe nur meine Signatur mit Bedacht gewählt...

Hier nun zwei X-23-Hochleistungsjäger. Dazu gibt es eine interessante Geschichte. Um diese hochagilen Tarnkappenmaschinen voll auslasten zu können, braucht es... spezielle Piloten. Und wie der Teufel es will, hatten die gerade ohnehin keinen Job mehr - die Vollsyntheten.

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Natürlich kann man einen Cryo-Raumer nur auf Automatik durch den Tiefraum schicken - das aber birgt Risiken. Also entschloss man sich, Leute anzuwerben, die geistig und mental zu Höchstleistungen imstande waren - also genau den Menschenschlag, der über enorme Zeiträume hinweg in einem riesigen Raumschiff den lichtlosen Tiefraum bereisen kann. Diese wurden vor Antritt des Exodus einer retrogenetischen Umstrukturierung unterzogen - mittels angepasster Nanokolonien wurden sie also zu Vollsyntheten - die ersten wahren CyBorgs. Nun aus auf Silicium basierenden synthetischen Zellen erschaffen, sind sie in der Lage Tiefraumstrahlung, Impaktschäden und kurzzeitige Aufenthalte im luftleeren Raum zu überstehen - alles Eigenschaften, die sie aufgrund ihrer ebenfalls berücksichtigten G-Kraft-Resistenz als Elitepiloten für diese an Origamiobjekte erinnernden Maschinen qualifizieren. Natürlich gibt es Ressentiments mit den anderen Piloten und den Söldnern - was die Vollsyntheten allerdings nicht nachvollziehen können, denn sie machen ja nur ihren Job. Nun haben sie ja wieder einen.

Und nun - der Flair-Test:

https://www.youtube.com/watch?v=Usd9V21H7u4

https://www.youtube.com/watch?v=cPCUoNRXUQ8

https://www.youtube.com/watch?v=hRJFvtvTGEk

Really didn´t had her on the Screen!

Das Musikfestival in Buttstock war absolute Sahne - auch, wenn Loo´s Vorgesetzte der Meinung waren, daß einige der dort dargebrachten... uhhm - nun, ja... `Lieder´ subversiv seien. Aber das war Loo egal - er hatte Einiges davon auf Band und hörte es sich über die Kopfhörer an, wenn er `Chiefen´ war.
Staff-Sgt., Flight Lieutenant, Gunnie Major... es war für Loo immer noch recht kompliziert, sich diese ganzen Dienstgrade zu merken - die letzten Jahrhunderte ging es auch ohne sie. Aber kaum sind die `Außérirdischen´ da - haben sie plötzlich eine `Army´, eine `Navy´ und eine `Air Force´, in der er nun rumhängt. Und das ist eigentlich gar nicht mal so blöd.
Ausgerechnet er, Loo, das `Fliegengewicht´.
Schmal, klein und im Gegensatz zu einigen seiner Kumpelz ist er... irgendwie eher `niedlich´. Und er ist nun hier - auf einem Flugfeld, voll mit den schnellsten und tödlichsten Maschinen, die je ein KOA, ein tuvalesischer Krieger geflogen ist! Und sie sind alt - technisch gesehen. Diese Maschinen sind das, was die tuvalesische Kultur momentan imstande ist zu bauen - die Gelehrten haben die technologisch-geschichtlichen Dateien der ACONCAGUA ausgewertet und haben die Gerätschaften ausgewählt, die in der hiesigen Witterung am zuverlässigsten funktionieren - und die THUD, der CHIEF - ist eine davon. Und Loo ist stolz wie nie - er ist der Pilot einer solchen F-105.
Weil er klein ist - seine geringe Körpermasse ist von Vorteil. Und weil er gute Tiefenwahrnehmung hat - und wirklich enorme Reflexe. Und seine `Lady´ war ein tonnenschwerer Jagdbomber aus der mythischen `Century-Reihe´. Eine massive Maschine, geformt eher wie eine dicke Rakete, zweifache Schallgeschwindigkeit - interner Bombenschacht, Außenstationen für zwei 250-Kilo-Bomben, sechsmal 400-Kilo-Freifallmunition (wenn der Bombenschacht, eigentlich gedacht für sogenannte taktische Nuklearwaffen, mit einem Langstreckentank bestückt ist), eine 20mm-Motorkanone links im Bug - und zwei Außentanks, weil die THUD säuft wie ein Loch - speziell mit Nachbrenner. Manchmal hat die Maschine nur einen Außentank - und auf der anderen Seite eine massive Bodenzielrakete.
Viele bevorzugen die etwas diskretere F-100 Super Sabre - aber Loo findet, die sieht aus wie der Autostaubsauger von seinem Dad. So kann er sich anhören, daß die wuchtige Maschine ihm wohl dabei hilft, irgendwas zu kompensieren.
Der Pure Neid, da ist sich Loo sicher.
Nicht mal seine Zweizentner-Palz aus den Spezialeinheiten können mit den Händen die Unterseite der Tragflächen berühren - so scheißgroß ist die Chief. Nichts ist schöner, als im Pulk zu fliegen - mit den mächtigen Maschinen Präsenz zu zeigen - und obwohl es heißt, die Konzernkrieger hätten absolute Next-Level-Ausrüstung (Loo hat noch nicht einen einzigen von ihnen zu Gesicht bekommen), hat sich herausgestellt, daß ihre Maschinen gar nicht so übel sind - eben weil ihre Technologie so alt ist - diese Dinger sind unverwüstlich. Man hat schon welche zurückkommen sehen, denen große Teile der Leitwerke abgeschossen worden waren - oder welche, die nicht hochgegangene A.T.A.-Raketen im Heck stecken hatten. Es heißt, die Konzernmaschinen seien sehr präzise, schwer auszumachen und treffen immer genau da hin, wohin sie gezielt haben - Bomben, die punktgenau Gebäude oder sogar fahrende Panzer treffen, sind keine Seltenheit.
Das ist hart.
So hat sich bei den tuvalesischen Streitkräften nach einger Zeit eine Elite aus Piloten gebildet, die entweder aus Veteranen besteht - oder denjenigen, die mehr Glück als Verstand haben. Loo zählte zu letzteren. Ihre Ausrüstung ist nicht so dermaßen präzise - daher haben sie sich darauf `spezialisiert´, einfach alles zu planieren - das Ziel (üblicherweise irgendwo mittendrin) war dann sicher auch dabei. Besonders interssant ist diese Strategie im tiefen Süden, wo die sechs- und achtstrahligen Langstreckenbomber ab und zu die Aufmarschgebiete des Feindes pulverisieren und Loo und seine Kumpelz Geleitschutz fliegen.
Aber nun ist Chiefen angesagt - Patrouille fliegen. Die Küstengebiete absuchen. Klingt nach einem ruhigen Job. Das riesige Triebwerk brüllt auf und prügelt die massige Kampfmaschine dumpf röhrend in den dunstigen Morgenhimmel.


Zuletzt von AEON am 08.12.15 23:23 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Beitrag von Plasticwarrior am 08.12.15 21:53

Dann musst Du hexen können.......den solch ein ausstoss an gebautem ist einfach unglaublich......


An Figuren hast Du ja auch die Imex Nord Koraner genommen...machen sich gut die Figuren Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 1383090305

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Beitrag von Gast am 08.12.15 21:57

Ja - ich denke, die und ein paar der eher `harmlos´ aussehenden Japaner und sowas sind die Zulauftruppen aus den jeweiligen abgelegenen Provinzen - sozusagen die `Nationalgarde´. Dann kommen noch die richtigen G.I.s. Das wird spaßig!

Und dann brauche ich noch hochmoderne Truppen für die Söldner und die Konzerne...

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Beitrag von Plasticwarrior am 09.12.15 17:23

Na da gibt es ja genug Figuren um Deine Truppengattungen richtig zu versorgen Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 2267372769 

Die Seite kennst Du ja schon:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Da ist ja alles was es in Plastik gibt drin.


Von wem oder wie hast Du denn den mobilen Horchposten her/gemacht??

Die drei Sicherungs SANCTORUM MBTs meine ich erkannt zu haben.

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Beitrag von Gast am 09.12.15 18:02

Es ist wichtig, posige Namen zu haben - so bleiben sie in Erinnerung. Und ich finde, SANCTORUM klingt sehr posig...

Oh, der Truck? Ab und zu findet man bei eBucht unter KONVOLUT die irrsten Ansammlungen von Tiefraumschrott. Dann wühlt man sich quer durch die Restehalde, die man zu Hause geparkt hat - und dann geht´s ab. Oder man grast Flohmärkte ab. Da findet man auch so Einiges... Nie das sehen, was es ist - sondern das, was man draus machen kann. Und das ist im Modellbau das, was ich als ARS MAGNA bezeichne - die Große Kunst.

Bauplänen folgen kann jeder - was Eigenes selbstpersönlich zusammenkompositionieren - DAS ist es! Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 1780324424

Flair Test II:

https://www.youtube.com/watch?v=fFcFCvXA4fc

https://www.youtube.com/watch?v=KD0JuJr0a4I

Das Erste...

...was Alun zu sehen bekam - war ein runder, blauer Opal - inmitten von schwärzestem und leerstem Nichts. Seit Alun die Erde verlassen hatte - und der Mond das letzte große Objekt da draußen war, sind annähernd 142 Jahre vergangen. Nun ist ihre Bestimmung erfüllt - die hochgewachsene Vollsynthetin hat das Cryoschiff mit den angesetzten Industriekomplexen über dem Südpol des Zielplaneten in einem Scheitelpunktorbit geparkt. Nun werden nach und nach die Passagiere reanimiert und ausgeschifft werden. Und Alun´s Aufgabe ist beendet... was nun?

Das war vor viereinhalb Jahren.

Seitdem haben sich die Konzernleute bei den Einheimischen offenbar kräftig unbeliebt gemacht - es herrscht Krieg auf diesem paradiesischen Planeten. Was nur war schiefgelaufen? Einer der Söldner hat es wahrscheinlich am treffendsten beschrieben: "Auch ein steinreiches und gutgekleidetes Arschloch - ist immer noch ein Arschloch."
Das verstand auch Alun - und der Mann hatte recht: Viele dieser Leute hier neigten zu Hochmut und Arroganz. Und dabei haben sie anscheinend das Wichtigste vergessen: Die Welt, die sich tatsächlich nur um sie drehte - ist nun ziemlich weit weg.
So hat Alun nun schnell wieder einen Job gefunden - sie ist ein `Angel´, ein X-23-Pilot. Hat sie einen plötzlichen Einsatz, steigt sie auch schon mal mit Jeans und T-Shirt in das Cockpit. Warum auch nicht? Gegen Tiefraumeinsätze ist das Steuern dieses Dings eine Lachnummer.
Die X-23... ein ungewöhnliches Flugzeug. Im Prinzip sieht der keramikweiße Aufklärer auf Entfernung aus wie irgendein... Origami-Ding, ein Papierflieger. Es gibt daran kaum irgendeine weiche Form... Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Tragflächen, welche eine ungewöhnliche Form haben. Dies traf auch auf das Heckleitwerk zu, das wie ein weitwinkliges V angeordnet war. Das wortwörtlich Herausragendste aber war zweifelsohne der `Schneewittchensarg´, das Cockpit. Man lag fast darin und die Hände ruhten auf den mit Knöpfen übersäten Armlehnen. Oh, es gab viele, die Alun gerne mal ausgiebig darin liegen sehen würden - doch die Scheibe war... schwarz. Die gesamte Front der X-23 erinnerte an einen fremdartig elegant geformten Finger mit einem großen, edel manikürten und lackschwarzen Fingernagel. Diese Scheibe war UV-undurchlässig und auch ansonsten stark getönt und kontrastierend. Das war ironisch - nun, nachdem Alun weit über ein Jahrhundert im Tiefraum unterwegs war - nun hat sie den UV-Schutz, der die ganze Zeit zuvor gefehlt hat.
"Ein echter Jammer - all die tollen Sachen und alles nur Blech..." meinte ein Kollege von den M-37-Geschwadern und beobachtete die große, fast unirdisch langgliedrige Frau mit dem schwer fallenden, messingfarbenen Haar.
"Ich basiere auf Silicium - aber dies ist ein lebendiger Körper." erwidert Alun geduldig - besonders stolz war sie darauf, daß sie ihre Oberflächentextur hat umprogrammieren können. Nun sah ihre Haut fast normal aus.
Aber eben nur fast.
Ihr Körpertuning, genannt die Luthién-Aufrüstung, besteht tatsächlich aus Nanozellen - die eine Erbinformation aufweisen. Rein äuißerlich ist Alun ihr `Typ´ geblieben - wie früher. Hochaufgeschossen, langgliedrig, mit einem elegant geschnittenen Gesicht, dessen große aquamarinfarbene Augen immer einen leicht besorgt-mütterlichen Ausdruck haben - und diese unwahrscheinlich langen Haare, die glatt fallend bis über ihre Taille reichten. Nur inzwischen ist die Finnin eine perfekte Version ihrer selbst geworden. So, wie sie da steht, ist sie einfach makellos - und zu 100% symmetrisch. Das sind Details, die jedem auffallen, der ihr begegnet - auch, wenn er diese Details nicht benennen kann - es fällt auf. Sie ist fast zu wahr, um schön zu sein. Da stand sie nun, mit ihrem dünnen schwarzweißen Pullover, ihrer x-mal gewaschenen und etwas eingelaufenen Schlagjeans - und den dicken rotweißen Turnschuhen. Gerade reichte ihr ein Kabel von der Flanke ihrer X-23 an ihren Nacken, wo cerebrale Induktionsstecker zu finden waren. Neben der Maschine stehend führte die gut zwei Meter messende Vollsynthetin ein Checkup der Bordsysteme durch - denn gleich gab es wieder was zu tun für sie...

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Beitrag von Gast am 10.12.15 23:43

Und nun bin ich langsam in der Lage, Modelle in Actionfotos zu arrangieren! So Lewinsha Animations proudly presents:

Tuvalu ist verdammt groß.

Loo hatte noch nie einen `Feind´ gesehen... bis jetzt.

Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 20151210_1519513akgs

Im Tiefflug mit 1500 Sachen an der Ostküste entlangzubrettern ist toll - solange man nicht von irgendwelchen Spinnern mit ATA-Raketen beballert wird. Normalerweise ist das im TIefflug nicht schlimm, hat man ihm gesagt - weil die Kerle da unten dann nicht schnell genug sind, was das Anvisieren angeht. Dumm nur, wenn man nicht weiß, daß die offenbar Raketen haben, die das Anvisieren selber übernehmen...
Loo muss Geschwindigkeit verlieren, um wendiger zu werden. Wenn er Glück hat, knallt das Ding hinter ihm beim Auskurven gegen einen der hier heimischen riesigen Siegelbäume...
Doch dann knallte er irgendwo gegen.
Und er hatte es tatsächlich nicht auf dem Schirm...

Natürlich kann Alun mit der X-23 gute 30 Kilometer hoch fliegen - aber wenn Du gute Bilder haben willst, solltest Du nah rangehen. Vor allem dann, wenn sämtliche Satelliten dem Gegner gehören - und technologisch gesehen noch so in der Steinzeit sind, daß sie auf Deine Hackversuche nicht ansprechen... Also lautete ihr Auftrag an der Ostküste Vanuatus entlangzufliegen, da es von diversen Söldnereinheiten kaum noch Rückmeldungen gab. Man wollte wissen, was genau da los war. Einige NYGMATECH-Kontingente waren ebenfalls schon vor Ort - und die schienen da zwischen zwei Fronten zu stehen. Was ungewöhnlich war, da es eigentlich nur eine Front geben sollte. Und bislang ging alles gut - in der Tat konnte Alun auf einigen Lichtungen Söldnercamps ausmachen. Die ließen in Alun den Verdacht aufkeimen, daß sie offenbar vorhatten, sich dort längerfristig aufzuhalten. Gut zu erkennen die flachen, gedrungenen Kasemattpanzer der Söldner. Und die M-37-Erdkampfflieger. Aber offenbar... war sie selber auch gut zu erkennen - denn nun wurde sie beharkt. Die Vollsynthetin hatte sich immer gefragt, weshalb die X-23 an der Unterseite schwarz lackiert war. Möglicherweise war sie für den Nachteinsatz gedacht - und die Typen, die sie nun kommandierten, hatten davon keine Ahnung? Es läuft nicht alles optimal bei ihren Chefs - viele sind mit den Aufgaben, die sie nun erfüllen müssen etwas überfordert. Es ist eine Sache, ein Unternehmen erfolgreich zu Größe zu führen - eine andere, dies mit einer... nunja, `Kolonialarmee´ zu tun. Aber wie üblich sehen die wenigsten Leute aus den Führungsriegen das auch ein. Möglicherweise mit ein Grund, weshalb manche Söldnereinheiten inzwischen lieber ihr eigenes Ding durchziehen... Und während ihre Reflexe die Maschine aus dem Gefahrenbereich schlenkerten, ging ihr Geist weiter alle möglichen Szenarien durch - und sie kreiste um einen Wald dieser gewaltigen, seltsamen Bäume herum, die so massiv waren, daß sie Radarstrahlen wie Berge unterbrachen - und just in dem Moment kam hinter diesem `Berg´ ein grüner Blitz hervor - und dieses archaisch-massive Ding verbog und zerdrosch ihre Hightech-Maschine förmlich in der Luft...

Loo konnte hören, wie dieses plötzlich aufgetauchte, keramikfarbene Ding an der Flanke seines Jets einfach zerknüllt wurde - aber der kinetische Impetus war dennoch so groß, daß sein Heck ausbrach und er wie eine trudelnde Rakete unberechenbar um mehrere Achsen rotierte, bevor er sich kurz vor dem Blackout wieder fangen konnte - und feststellte, daß er nun schon UNTER dem Blätterdach des Urwalds unterwegs war. Und das immer noch mit mehr als 900 Sachen.

"Irgendwie... ist das das genaue Gegenteil von gut..." dachte Loo sich noch, während ihm klar wurde, daß er den Stämmen der urzeitlichen Baumriesen nicht ewig würde ausweichen können.

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Beitrag von Plasticwarrior am 11.12.15 19:33

Nu der Flug dürfte für beide zu Ende sein Arbeitstitel: `Behind Oahu´ 2831830518

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Beitrag von Gast am 12.12.15 17:59

Durch den Treffer an der rechten Seite wurde Alun´s Flugzeug beinahe halbiert - die nachfolgende ATA-Rakete knallte direkt in ihr herumgeschleudertes Heck und löste das mehrfach redundante ANASTASYA-System aus. Das gesamte Cockpit löste sich mittels kleiner Sprengsätze aus dem Bug des Flugzeugs und brandete mit vier kleinen Vektordüsen aus der unmittelbaren Gefahrenzone raus. X-23-Piloten sind selten und gefragt - so wurde Seitens der Konstrukteure alles technisch Mögliche dafür getan, ihr Überleben zu sichern. Und aus diesem Grund heißt das X-23-Cockpit auch Schneewittchensarg.

Loo hatte weniger Fürsorge von seiner Maschine zu erwarten - diese dafür aber um so mehr von ihm. Er mochte seine Maschine - und so tat er alles Mögliche daran, den massiven Stahlpfeil so sicher wie möglich runterzubringen - und tatsächlich konnte er, während er weiter wie ein Stier hochzog und die Bremsflächen ausfuhr... eine Forststraße ausmachen, die sich - wie viele andere Straßen auf Tuvalu - schnurgerade durch die Landschaft zog. Mit ein Grund für diese breiten und geraden Straßen sind die riesigen Fernlaster und Holztransporter, die sie befahren. Also sah er zu, daß er dort runterkam, wo er sein Fahrwerk auch benutzen konnte.

Als das IFM (Impact Foam Material) schließlich durch Zugabe von reinem Sauerstoff (eigentlich zur Wiederbelebung in Ohnmacht gefallener Piloten gedacht) in sich zusammenfällt und die stark getönte Cockpithaube sich öffnet, sieht Alun, wo die zwei Fallschirme sie und ihre Rettungskapsel hingebracht haben - und sie sah zum ersten Mal, wie es hier, nahe am Äquator, eigentlich aussieht. Oh, sie hat schon oft Pflanzen gesehen - auf der Erde gab es auch welche. Zier- und Nutzpflanzen in den Arkologien der Makropolen - und unverwüstliches anderes und meist unansehnlich dorniges Zeugs draußen - draußen ist da, wo es nichts zu holen gibt und wo niemand lebt. Draußen war auch da, wo es verwilderte Hundemeuten gab - und wo Spezialeinheiten trainierten. Oder eben Testpiloten. Und draußen war auch da, wo Firmen... Experimente machten. Unschöne Experimente.
Aber hier ist draußen... anders.

Arbeitstitel: `Behind Oahu´ Xcvhn7hkxc
(Zeit für etwas home-improved Aquarell-Kunst, harhar...)

Die Landschaft hier hatte etwas für die Vollsynthetin Unnatürliches. Abgesehen von den weiterhin anhaltenden Kampfgeräuschen weiter weg war es hier friedlich. Sie war in einem Urwald gelandet, in dem es riesige Ackerschachtelhalme und Baumfarne gab. Es roch frisch und kühl - irgendwie - seltsam. Für jemanden, der noch nie einen Wald nach einem Regenschauer gerochen hat, ist es schwer definierbar... Alun konnte auch sehen, daß sich Gräser- und Blütenpflanzen, die von der Erde importiert worden waren nun langsam auch hier ausbreiteten. An sich bestand Tuvalu´s vorwiegender bodendeckender Bewuchs aus Moosen und Bärlappgewächsen - diese aber waren auch als über 40 Meter hohe Bäume vorhanden. Aber nun waren Blütenpflanzen da - und mit ihnen kamen Schwebefliegen und Bienen.
Hier, innerhalb des Schattens der anderen Baumgiganten konnte Alun auch einige der ersten Gebäude sehen, die hier für die Holzverarbeitung je gebaut worden waren. Auf einigen freiliegenden Hügeln Richtung Meer standen blaugraue Wellblechgebäude und auch einige Hallen aus dem gleichen Material - inmitten einer grünen Wildnis bezeugten sie, daß sie schon lange stillgelegt waren.
Dann wurde Alun bewußt, wie anders es hier war - als eine gut 60 cm lange, stark grünmetallisch wie ein Rosenkäfer schimmernde Kugelassel einfach über ihren linken Fuß krabbelte. Bei genauerer Betrachtung gab es hier viele Unterschiede - wie Libellen von Habichtgröße zum Beispiel...
Oder aber antike, verbeulte Kampfjets, die etwas unsicher schlingernd auf alten Fernstraßen landeten.
War das nicht das Ding von vorhin?
Alun packte sich ihr Survival Kit und machte sich auf den Weg.

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