Gefechtsübungen im Juli 2016

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Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Qhorin am 19.07.16 11:19

Hallo zusammen,

Morle und Qhorin haben dieser Tage ein paar ausgewählte Fahrzeuge in drei Gefechtsübungen geführt:

- leichte Panzerjäger (Marder, SU-76)
- mittlere Panzerjäger (SU-100)
- schwere Panzerjäger (Ferdinand)
- Raketenartillerie auf Selbstfahrlafetten (Panzerwerfer 42 auf Sd.Kfz. 4/1 und BM-13)

Die Spiele wurden mit wenigen zusätzlichen Fahrzeugen garniert: ein Puma, 2x T-34, PzIV, und – für die Spiele mit Raketenartillerie – je ein Artilleriebeobachtungsfahrzeug. Keine Infanterie, ohne RP.

Die deutschen Fahrzeuge wurden generell offensiv geführt, d.h. kein Anhalten, kein Rückzug usw., während die Russen schonmal die Deckung suchten, und auch mal ein Fahrzeug taktisch zurückgenahmen.

Die Befunde in Steno:

- die leichten Panzerjäger sind auch leicht verwundbar. Sie brauchen Deckung und im Zweifelsfall auch die taktische Defensive. Die beiden Marder (und der begleitende Puma) kamen offensiv geführt gegen 2 T-34 und die SU-76 nicht zum Zug. Bekommt man sie von der Seite, dann sind sie auch für leichtere Waffen verwundbar.

- der SU-100 verbindet einen akzeptablen Panzerschutz (9/6/6/3) mit einem Hauptgeschütz, das drei Würfel für den Schadenswurf erlaubt (S=4+1). Zusätzlich dürfen die Panzerjäger ja auch noch den schlechtesten Würfel wiederholen. Die goldene Mitte!?!

- der Ferdinand gehört zum dicken Ende der Panzerjäger. Von vorne ist er nur schwer zu knacken (14/9/8/3), und mehrere Versuche von vorne übersteht das angreifende Fahrzeug aufgrund der Feuerkraft des Ferdinand (S=4+3) in der Regel nicht. Und auch der Ferdinand darf den schlechtesten Wurf wiederholen. Die Russen haben seinen Flankenschutz (PzIV) zuerst aufs Korn genommen. Das war nur möglich, indem der Ferdinand weg-gelockt wurde, um dann im Schutze eines Wäldchens zu „rochieren“. Durch die "Rochade" war der PzIV leichte Beute (3 gegen 1), und danach wurde der Ferdi von zwei/drei Gegnern in die Zange genommen. Bevor er geknackt wurde, hatte er einen T-34 zerstört, dem anderen zwei Schadenspunkte zugefügt. Den Kill erledigte der SU-100 von der Seite. Wohl gemerkt: es hätte auch anders ausgehen können. Hätte der Ferdi den schützenden Wald erreicht, dann hätte er sich seine Gegner möglicherweise einzeln vorknöpfen können. Ferdi+Deckung riecht nach einem großen Problem für den direkt schießenden Angreifer.

- die Raketenartillerie hat sich im offenen Gelände einmal mehr als echter Killer gezeigt. Mit SR=120 und S=2 führen die 8 Schablonen dazu, dass man die üblichen Fahrzeuge zielsicher ausschalten kann. Gut geführt, und zusammen mit einem AB-Trupp eingesetzt sind sie eine Gefahr, die jeder Sofageneral auf dem Notizblock haben sollte. Hat man sie als Gegner, dann heisst es Sichtlinien vermeiden (Gebäude, Wälder, etc.) oder Deckung suchen (Gebäude). In einem größer angelegten Spiel (mehr Punkte, Verwendung von Ressourcenpunkten) kann man vielleicht auch versuchen, den Artilleriebeobachter ausschalten.

Soweit dazu. Anbei noch ein paar Impressionen.

Grüßles
Qhorin

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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von GumSmith am 19.07.16 13:32

Moinmoin Qhorin,
vielen Dank für die schönen Bilder und die interessante Auswertung.
Wir haben, was die leicht gepanzerten Panzerjäger betrifft, ähnliche Erfahrungen gemacht. Selbst schwer bewaffnete Panzerjäger wie Hornisse/Nashorn mit der 8,8 cm Pak L/71 sind ihr Geld nicht wert. Trotz der Sonderregel das man den schlechtesten Würfel wiederholen darf. Den Vorteil der Sonderregel habe ich bei Jagdpanzern und Sturmgeschützen, diese haben aber zusätzlich einen erheblich besseren Panzerschutz. Somit macht es nicht wirklich Sinn, die Panzerjäger aufzustellen. Schade eigentlich.

Danke für den Bericht

Gruß GumSmith
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Panzerknacker am 19.07.16 18:28

Ist T-34 gegen Marder nicht auch ein wenig unfair? scratch Fast 100 P. Unterschied.
Den Puma fand ich schon immer cool, fehlt aber leider noch in meiner "Matchboxsammlung" .




Jo, hübsche Bilder

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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Qhorin am 20.07.16 11:24

GumSmith schrieb:Wir haben, was die leicht gepanzerten Panzerjäger betrifft, ähnliche Erfahrungen gemacht. Selbst schwer bewaffnete Panzerjäger wie Hornisse/Nashorn mit der 8,8 cm Pak L/71 sind ihr Geld nicht wert. Trotz der Sonderregel das man den schlechtesten Würfel wiederholen darf.

Tja, da wird mir der Morle sicher zustimmen, die beiden Marder sind eben auch sehr offensiv vorgegangen, während z.B. die SU-76 mit ähnlich schwacher Panzerung (Front: 4) die Sache überlebte und einem der Marder den Fangschuss gab. Die SU-76 hat sich auch schon in anderen Spielen bewährt (und immer überlebt). Mit Nashörnern habe ich auch unter dem alten Regelwerk böse Erfahrungen gemacht und habe sie danach nie mehr eingesetzt.
Insgesamt stellt sich mir daher eher die Frage nach der richtigen Einsatztaktik für die leichten Panzerjäger ... und dass sie extrem verwundbar waren, und deshalb nicht wie Kampfpanzer oder so eingesetzt werden können ist ja auch historisch korrekt. Ich bin mit dem Thema daher noch nicht durch   ... zumal da ja auch noch zwei hübsche MarderII-Schachteln von Mk72 bei mir im Regal stehen. Und die sollen ja dann mal meine Infanterie retten, wenn die bösen Russki-Panzer kommen - und das haben sie ja historisch auch oft genug getan  

Panzerknacker schrieb:Ist T-34 gegen Marder nicht auch ein wenig unfair? scratch Fast 100 P. Unterschied.
Und das kommt noch dazu, nach Punkten hätte gut und gerne noch ein Marder mehr aufs Spielfeld gedurft.

... und sie gefallen mir einfach, die kleinen Jäger

Grü
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von GumSmith am 20.07.16 12:24

Moinmoin,
Qhorin schrieb:zumal da ja auch noch zwei hübsche MarderII-Schachteln von Mk72 bei mir im Regal stehen

Bei mir sind es derzeit ca. 110 Spritzlinge vom Marder 2 von MK72 , und einsetzen würde ich die Teile ( nicht alle 110 natürlich, bin ja nicht Mengenfetischist) auch gerne, schließlich waren die kleinen Racker ab 1943 auch bei der 1. und 2.FJD in den Panzerjäger-Abteilungen zu finden. Nur unsere Erfahrungen waren bisher eben eher negativ.
Aber wir haben für uns eine Hausregel gefunden, die mehr der Einsatzart dieser Fahrzeuge entspricht und die leichte Panzerung aufwiegt. Dafür verzichten wir dann auf die Sonderregel mit Würfel nochmal werfen.
Wenn wir allerdings nach den offiziellen BO 2 - Regeln spielen, dann verzichten wir lieber auf diese Fahrzeuge, da uns die Kosten/Nutzen-Bilanz zu schlecht ist.

Aber mögen tu ich diese offenen Fahrzeuge ebenfalls sehr.

gruß GumSmith
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Sturmartillerie am 05.08.16 11:42

Wie machst du das mit den Tauchschwaden und Flammen auf den Markt Panzern?
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Qhorin am 05.08.16 16:08

Sturmartillerie schrieb:Wie machst du das mit den Tauchschwaden und Flammen auf den Markt Panzern?

Das ist rot-grau-schwarz gefärbte Watte. Derzeit stecke ich sie noch lose auf zerstörte Fahrzeuge, geplant wär auch hier eine Base mit Münze, um das etwas stabiler zu machen ...

Grü
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Sturmartillerie am 05.08.16 17:58

Danke
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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

Beitrag von Wheeling Turn am 10.08.16 11:57

Wir hatten hier im Club ähnliche Erfahrungen. Das wichtigste zuerst.......niemalsnicht die Dinger alleine durch die Pampa laufen lassen. Egal welcher Panzerjäger. Gerade die kleineren haben eine eher sehr schlechte Panzerung, verbunden damit das man bei BO nur auf Durchschlag würfelt und nicht ob man überhaupt trifft, sind die mit entsprechende Feuerkraft des Gegenübers leicht zu knacken. Ähnlich geht es den leichten Panzern. Der Ferdi ist da zwar ein anderes Kaliber, aber wenn der alleine läuft kann der auch einigermassen ausmanövriert werden. Hat immerhin ein starres Geschütz und keinen drehbaren Turm.
Raketen Ari ist sehr heftig vor allem bei Panzer-/Fahrzeuggruppen....

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Re: Gefechtsübungen im Juli 2016

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