Israeli Air Force Museum in Be’er Scheva

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Israeli Air Force Museum in Be’er Scheva

Beitrag von Qhorin am 23.11.16 22:28

Hey Folks,

so langsam müssten mir ja mal die Militärmuseen in Israel ausgehen, aber da hat sich doch nochmal eines gefunden, nämlich das

Israeli Air Force Museum

in Be'er Scheva. Das ist da, wo der Abraham aus der Bibel angeblich einen Brunnen hatte ... naja.
Vermutlich gibt es wenige Länder, die seit dem WW2 so oft und regelmäßig in militärische Auseinandersetzungen verwickelt waren, wie Israel. Sonderbar, dass man in den dortigen Museen auch immer deutsches Material aus dem WW2 findet. Und auch dieses Mal hat mich das angelockt (mal abgesehen davon, dass ich eben in Be'er Scheva zu tun hatte). Alte Düsenjets aus den 70ern sind wohl oft zu finden in solchen Ausstellungen, aber hier steht eine Me-109, die Israel 1958 gekauft hat. Genauer gesagt handelt es sich um die tschechische Version, eine Avia S-199, die in Kisten verpackt nach Israel geschippert wurden, und dort umgehend im Unabhängigkeitskrieg eingesetzt wurden, obwohl die Piloten keine Zeit hatten, sich auf die Maschinen einzuarbeiten. Schon wenige Tage nach dem Eintreffen in Israel wurden die 25 Maschinen gegen ägyptische Truppen eingesetzt, deren Vormarsch nahe der Ad Halom -Brücke bei Ashdod aufgehalten werden konnte. Einen knappen Monat später kam es zum ersten Abschuss gegnerischer Flugzeuge, nämlich zwei Dakota-Bomber, die ihre Bombenlast auf TelAviv abladen wollten. Im Dienst waren die Messerschmitts bis Ende 1949.











Im Unabhängigkeitskrieg kamen auf israelischer Seite schließlich auch eine ganze Reihe von Spitfires und P51D Mustangs zum Einsatz, so dass bald die Lufthoheit über dem Kriegsgebiet erzielt werden konnte. Die erste Spitfire war eine von den Briten nach dem Ende der Mandatszeit zurück gelassene Maschine, die zweite eine über Tel Aviv abgschossene ägyptische Spitfire.















Anbei noch die Bilder von dem zumeist weit jüngeren Fluggerät, das da rumstand. Es gibt auch eine Ecke mit Flak und anderen Kampffahrzeugen, die war aber nicht offen.
Insgesamt waren die Exponate nicht im besten Zustand. Alles ziemlich staubig und angegilbt. Naja, was will man erwarten, mitten inder Wüste ...
Wer sich ohnehin in die Negev verirrt hat, der kann aber die 20 Schekel getrost anlegen und in Ruhe durchschlendern. Über das was es auf den Fotos zu sehen gibt, gibt es noch mehr Kampfjets, und eine Boing 707 in die man rein kann. Irgendwo an einer Wand hängt auch ein Schaukasten mit alten Waffen, einschließlich eines MG-34.

Grüßles
Qhorin







































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