Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

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Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 30.12.12 18:01

So, ich habs im letzten Forum versprochen, angekündigt und dann doch nicht gemacht – die Rede ist von meinen Wüstenbases.
Die meisten von euch haben die ja bereits bei meinen Israelis und meinen Elysianern kennengelernt, jetzt aber möchte ich einmal zeigen, wie ich dabei vorgegangen bin, denn die Methode ist einfach, leicht durchzuführen und bietet auch in der „ganz einfachen Variante“ äußerst viele Möglichkeiten der Gestaltung.



Wüsten und Steppen haben eine große Gemeinsamkeit: Sie bestehen meist aus viel Sand, Steinen und einem wenig verdorrten Gras. Aber man kann diese Grundlage auch nutzen, um Erdbases zu machen – man muss dafür eigentlich einfach nur die Farbe des Sandes ändern. (Siehe bei meinen Fallschirmjägern, bzw. den Briten, an denen ich gerade arbeite)
Beispiele:








Der erste Schritt:

Anfangen müssen wir, zwangsläufig beim Durchführen von Arbeiten, mit der Bereitstellung des Materials.

Was brauchen wir also?
1x Pinsel – nehmt dafür am besten, je nachdem, was für eine Figur ihr basen wollt, einen entsprechend großen Pinsel. Da ich derzeit Figuren für 28 mm base, nehme ich einen schön großen, um die 25/28mm Unterlegscheiben auch ordentlich abarbeiten zu können.
1x Tube Leim – am Besten macht sich hier Holzleim. Ich habe seit Beginn Ponal verwendet (ganz einfach, weil wir die Tube noch da hatten)
1x Becher Wasser – zum Anfeuchten des Pinsels. Warum, das Erkläre ich später (und natürlich zum Reinigen). Leim hat die doofe Eigenschaft, dass es leimt und klebt.
1x Becher oder Schale voll Sand - Welchen Sand ihr nehmt, ist hierbei egal. Ich habe unseren Kinderspielplatz ausgeräubert. Ihr könnt auch Steinchen sammeln, wie man sie zum Beispiel am Straßenrand findet und mit denen ihr die Bases aufhübschen könnt. Wichtig dabei ist nur Folgendes: Nachdem ihr den Sand gesammelt habt, packt ihn in ein offenes Gefäß und stellt ihn für mindestens 24 Stunden auf eine aktive Heizung, sodass er danach eine richtig trockene, feine Konsistenz hat(so etwa wie der Sand am Strand!). Das Problem bei feuchtem Spielplatzsand ist nämlich, dass er liebend gerne klumpt. Um das zu verhindern, muss er richtig austrocknen.
Und – als Warnung – nehmt nichts, das leicht schmilzt, als Gefäß. Persönliche Erfahrung …
Und last, but not least – braucht ihr eine Figur. Da ich derzeit an verschiedenen Figuren gleichzeitig arbeite, verwende ich auch verschiedene Figuren, um verschiedene Möglichkeiten des Basings zu zeigen.



Let’s go, Joe!

Nachdem wir uns also alle unsere Materialien zurecht gelegt haben, kanns losgehen. Mit der Holzleim-Tube machen wir ein paar Tupfer (oder eine Schlange) Holzleim auf die Base.



Danach gehen wir mit dem Pinsel ein wenig ins Wasser – nur anfeuchten, nicht nass machen! Ansonsten haben wir nachher verwässerten Leim. Und das ist uncool.



Im Anschluss dann den Leim auf der Base verstreichen. Nutzt wirklich die gesamte Base dafür. Es sieht doof aus, wenn nachher kleine „Löcher“ um die Stiefel herum entstehen.



Danach kann man die Figur in das Gefäß mit dem Sand stellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
1. Entweder, man stellt die Figur einfach in das Gefäß und überschüttet sie mit Sand und all dem, was sonst noch so auf die Base soll. (Machen die meisten). Problem dabei ist, dass die Figur dann meist ein wenig einstaubt.
2. Man „zieht“ die Figur unter den Sand, was dann meist einen Welleneffekt ergibt – besonders nett, wenn man Verwerfungen haben möchte. Dazu habe ich leider kein Bild.
3. Man drückt die Figur von oben in den Sand, bzw. stellt sie drauf und „rüttelt“ sie ein. (Mache ich meist)



Lasst mich an dieser Stelle auch noch mal ein Wort zum Base-Material verlieren. Es ist egal, ob ihr all euer Base-Material in das Gefäß tut, oder ob ihr es irgendwo anders lagert. Ich persönlich mache es so, dass ich alles, was ich an kleinen Steinchen, Kunststoffresten, die irgendwie natürlich aussehen oder Gips-Resten habe, in mein Gefäß packe, sodass das Zeug einen „natürlichen“ Weg auf die Base findet. Es geht natürlich auch, dass ihr mit Sand, Steinen und Schiefer (und was sonst noch auf die Base soll) separat arbeitet.
Hier sei aber gesagt, dass ich empfehle, auf jeden Fall die größeren Steine zuerst auf die Base zu kleben und dann mit dem Sand nachzuarbeiten – so sieht das Ganze dann einigermaßen natürlich aus.

Lasst die Figur ein paar Sekunden im Sand stehen, dass der Leim auch die Zeit hat, sich ein wenig Material heranzuziehen. Danach die Figur einfach locker abschütteln. Anmerkung: Wenn ihr die Figur in der Hand haltet und die Base abgerissen ist, war es eindeutig ZU FEST.

Natürlich kann es sein, dass dabei Sand auf die Stiefel oder die Hose kommt. Aber dafür habt ihr ja den Pinsel. Den einfach einmal abwaschen und den Sand von den Stiefeln ziehen (oder wo der Sand sonst so rangeraten ist).
Das Ergebnis sollte dann so aussehen:



Wie man hier sehen kann, ist eine von meinen im Sand steckenden Gips-Restchen mit auf die Base gelangt und dort nun ein mehr oder weniger hübscher Anblick. Aber, das soll sich ja auch noch ändern.

Lasst die Figur nun über Nacht trocknen - wenn ihr euch sicher sein wollt, macht lieber 24 Stunden.

Danach kann die gesamte Figur grundiert werden. Alternativ kann man auch erst die Figur Grundieren und Fertigmachen, bevor man die Base erstellt. Wie das dann allerdings geht und aussieht, zeige ich euch wann anders, denn erst einmal muss ich mir Grundierungsspray besorgen … meines ist leer (dass ich das auch erst jetzt merke)




To be continued ...

Euer Knochensack


Zuletzt von Knochensack am 31.12.12 21:35 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Qhorin am 30.12.12 19:20

Ahoi,

soweit so schön: praktisch, gut!

Frage: anderswo vermengt man den Leim zerst mit dem Sand und streicht ihn dann auf die Base. Hat vielleicht den Vorteil, dass auch wirklich aller Sand gebunden bleibt. Vielleicht ist das Resultat aber ein bißchen zugekleisterter ... ?!?

Anyway, ich wart schon auf den Teil mit dem Gras ... :squint:

Grü
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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 30.12.12 21:24

Wer ist denn "anderswo"? Also das höre ich zum ersten Mal - und was soll ich dazu sagen? Wenn ich den Leim mit dem Sand vermenge, dann kriege ich (meine Meinung nach) eine wunderbare Schmiere, aber ob das sich auf der Base noch gut macht - zumal der Leim nach einer nicht gerade langen Weile abbindet und ich dann das Problem kriege, das Zeug ordentlich auf die Figurenbase zu tunken. Besonders, wenn man so wie ich viele Figuren aneinander bast. Ich weiß ja nicht. Und den Vorteil, dass es besser abbindet ... Meinetwegen, kann ja sein. Zu Beweisen bliebe es ;-D Aber wenn man dann noch irgendwelches Material draufpacken will? Ob das dann noch so gut passt? Also - ne - so was mache ich nicht.

Jeder muss es so handhaben, wie er es will. Ich kenne auch nicht alle Techniken, aber ... und das ist eine Sache, die mich stets überzeugt: Mein Konzept funktioniert für mich und damit kann ich gut leben *lach*.

Auf jeden Fall lässt es mir eine gewisse Flexibilität - und die Abbindung kommt spätestens, wenn man den Sand bemalt (was ich immer mache).

Wie gesagt: Nächstes Update kommt demnächst.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Tailgunner am 30.12.12 21:55

Sehr gute Arbeit!
Man sieht schön, dass der Sand die Unterlegscheibe komplett verbrigt. Dabei bildet sich dennnoch kein "Hügel" auf der Base und der Sand sieht auch sehr fein aus. Genauso muss es sein!
Eine Frage bleibt allerdings noch, was ist daran so schlimm wenn der Leim mit Wasser verdünnt wird? Ich dachte immer das wäre eine mehr oder weniger gängige Praktik?

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Gruß Moritz

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 30.12.12 22:08

Hi,

das verdünnen selbst ist kein Problem. Ich mache den Leim ja auch feucht, um ihn besser verteilen zu können. Das Problem ist ganz einfach, wenn der Pinsel im Wasser schwimmt, bzw. die Base wirklich wässrig wird, sich der Leim spätestens beim Besanden beginnt, zusammen zu ziehen, was dann dazu führt, dass Stellen freigegeben werden, bzw. beim späteren Bemalen der Sand brüchig wird. Oder, was genauso doof ist, die Schicht viel zu dünn ist und man die Base durch die Besandung sieht.
Hier mal ein Bild aus meiner Anfangszeit - man betrachte das Base der Walküre (vom den Flieger). Der Sand ist von der Farbe einfach "aufgebrochen" worden.



Im Notfall muss man dann halt zwei, drei Mal übersanden. Von daher handhabe ich es so, dass ich den Pinsel eben nur anfeuchte.
Aber du hast natürlich recht: Zu dick sollte der Leim auch nicht auf die Base.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Farin 17 am 30.12.12 22:25

Das Leim-Sand(und ggf. Farb)-Gemisch wird meist beim geländebau verwendet, wenn man rauhe Mengen von dem Zeug braucht.

Meine Basen gestalte ich genau so. Ich bin jetzt noch auf die Farbgebung gespannt, damit ich mir vielleicht doch noch was abkocken kann. 😉
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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 30.12.12 23:20

Okay, ja gut - da ergibt das vielleicht Sinn. Wie gesagt: Ich kann damit nichts anfangen, aber ich bin auch kein Experte für Geländebau ;-D

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Mojo am 31.12.12 0:02

Schönes Tutorial!
Ich habe das mit dem Leim-Wasser-Sand Gemisch übrigens oft gemacht. Ich benutze einen kurzen Strohhalm, den ich in das (luftdicht verschließbare) Gefäß tunke und dann hinten zu halte, um den Sand zum/aufs Base zu bringen.
Vorteil: Aller Sand ist gebunden und das Base der Figur wird mit dem eigentlichen Base unzertrennlich verheiratet.
Nachteil: Man saut dabei schnell die Figur ein und die Oberfläche wird oft zu homogen.

Aufgebrochen ist mir noch keine Base, hängt aber vielleicht auch von der Größe ab.
Die Homogene Oberfläche kann man auflockern, indem man das frisch besandete Base einfach nochmal in ein Sandbad stellt.
Aber... Dann kann man's auch gleich so wie Knochensack machen :)

Ich denke, ich werd's in Zukunft auch so wie du machen. Nun, da ich nicht nur mehr den Leim-Topf sonder auch ne Tube habe, sollte das besser klappen als bisher :)

Viele Grüße,
Mojo

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 31.12.12 0:45

Wie gesagt - das muss jeder selbst wissen. Ich hatte, bis auf teilweise zu dünnen Leim, noch nie Probleme mit dem Base oder dem Sand (außer natürlich, man scheuert die Base an einer Reibe oder so etwas ....). Ich hatte auch noch nie Probleme mit Sand, der sich später gelöst hat).
Und ich hatte auch noch nie Problem damit, dass die Base der Figur oder und die Base auseinander gegangen sind (liegt aber vermutlich daran, dass ich erst beide Bases zusammenklebe und dann erst leime)

Und - was besonders klasse ist - wenn man den Tick raushat, dann zieht man so eine Figurengruppe in ein paar Minuten durch. Ich habe für 15 28 mm Figuren heute gut 6 Minuten gebraucht, inklusive Besanden und Fotos machen.


Wie gesagt - wenn ich mein Grundierspray habe, dann gehts weiter.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Mojo am 31.12.12 1:02

Knochensack schrieb:Ich habe für 15 28 mm Figuren heute gut 6 Minuten gebraucht, inklusive Besanden und Fotos machen.
Holla! Das ist in der Tat schnell! :)

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 31.12.12 2:32

Das ist auch ned schwer - und das gute dran ist eben: Man muss vorher nichts anrühren. Da kann man ganz einfach auch mal nebenbei Pinseln. Pinseln und dann in den Sand stecken und trocknen lassen.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Farin 17 am 31.12.12 12:41

Solche Zeiten erreiche ich zwar nicht, allerdings kann man das wirklich gut nebenher mal machen. Das Schöne ist, dass man dann nach dem Trocknen wieder einen Schwung an Figuren grundieren kann.
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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Admin am 31.12.12 14:16

Jo…fein! Ich mach’s genauso und fand auch, dass es die schnellste Methode ist.
Was ich aber nicht mache, den Leim mit dem Sand zu vermischen (das hat jetzt nichts mit dem Tut zu tun, sondern bezieht sich auf die Antworten meiner Vorredner). Dieser Leim-Sand-Brei ist von der Optik nämlich schon anders als bei dieser Methode und wirkt später bemalt eher wie ein Schlammboden. (meine Meinung).

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Try and Error - but more Error ...

Beitrag von Gast am 31.12.12 18:20

Danke ;-D Freut mich, dass es gut ankommt.

So, dann gehts jetzt weiter.

Thema der heutigen Sitzung - Try and Error ...

Im Fernsehen läuft Queen, schon seit ner Stunde oder so und ich als absoluter Queen-Hörer kann mich dabei ja auch super entspannen. Also habe ich mir einfach mal meine Figuren gegriffen und entspannt mit dem Basen begonnen, bzw. mit dem Fertigstellen der ersten Figur. Da diese noch in der Bemalphase ist, wollen wir erst noch einmal einen Schritt zurückmachen und uns das Ergebnis der heutmorgigen Grundierung. Wie man sehen kann, ist auch ein gleichmäßiges Basen nicht unbedingt der Garant dafür, dass auch das spätere Grundieren funktioniert.

Hier ein paar Ergebnisse:

Elysianer laufend - wie man sehen kann, so soll es aussehen: der Sand ist gut verlaufen und hat das Base vollständig bedeckt. Es ist zu keinen Hügelformungen oder Verklumpungen gekommen.



Kampfschwimmer gehend - unser Mann von gestern. Die Gipsplatte macht sich ganz gut. Ich muss nur noch entscheiden, wie ich sie einbaue, sprich farblich umwandle.



Elysianer im Anschlag - Auch hier hat der Sand gut abgebunden und macht sich auf der Base recht schön. Allerdings kann man rechten Fuß sehen, dass der Sand den Stiefel nicht ganz "umfließt". So etwas macht sich auf Detailshots immer recht doof, daher wird hier wohl das Gras bemüht werden müssen.



Kampfschwimmer im Anschlag - hier sieht man, dass der Sand nicht richtig abgebunden hat. Er haben sich auf der Base kleine Hügel gebildet, die zwar klasse aussehen, aber total scheiße zu bemalen sind, weil sie beim Trockenbüsten immer mehr Farbe ziehen, als sie eigentlich sollen ... hmpf.



Red Devils Vergleichsbild - Hier kann man sehen, welchen Unterschied der sauber festgeleimte Sand auf der rechten Figur und der etwas missglückte Leimversuch auf der linken Figur machen.



Red Devil voll versaut - mein absuluter Favo. Hier habe ich so übergrundiert, dass die Base als solche kaum noch Struktur hat. Hier wird eine Menge Sand nötig sein, um das aufzuwerten ... Allerdings kann man hier auch gut das Wellenmuster sehen, von dem ich erzählt habe. Wenn dieses Muster richtig schön sauber abbindet, hat man eine richtig schöne "Sanddüne", die auf einer Base wirklich etwas hermacht.



Das nächste wird ein britischer Para mit Erdbase sein. Dort werde ich Erdfarben für die Wüstenbase verweden. So stay tuned.

Sollte ich heute keine Bilder mehr reinstellen, wünsche ich euch schon einmal einen guten Rutsch!


Knochensack

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Britischer Fallschirmjäger auf Erdbase - Part I

Beitrag von Gast am 31.12.12 21:42

Britischer Paratrooper – Westfront 44 - Erdbase

So – kommen wir nun zu unserem ersten Figürschen. Ich habe den Titel des Threads mal geändert, denn die erste Base, die ich finishe, wird eine standardisierte Erdbase, denn – ich habe derzeit keine Wüstenbases zu kreieren.
Zuerst muss ich mir über die Base als solche klar werden … wie will ich sie haben? Ich entschied mich für eine Baseform, wie sie im Film „A Bridge too far“ von 1977 dargestellt wurde, mit einigen kleineren Änderungen. Leider habe ich derzeit Gras, wie es hier dargestellt wird, nicht, daher muss ich entweder a) noch neues besorgen oder b) improvisieren. Wir werden sehen, was dabei nun wirklich rauskommt.

Hier das Beispiel von Arnheim:



Zuerst einmal brauchen wir unseren Fallschirmjäger mit der grundierten Base. Und da isser auch schon.



Bitte nicht so skeptisch gucken, mein Herr. So schlimm ist das nun auch nicht.

Jetzt brauchen wir ein paar Farben.
Zuerst einmal habe ich mich für drei Farben entschieden:
1. Als Grundfarbe dient mir Graveyard Earth von Citadel.
2. Für Schatten nutze ich Scorched Brown von Citadel, das ich extrem verdünne und schließlich
3. Commando Khaki von Citadel, das als Highlighter dient.



Aber zuvor wollen wir noch ein bisschen an der Base arbeiten.
Wie ich bereits sagte, möchte ich die Base etwas modifizieren. Dafür brauche ich eigentlich Steine, die ich aber derzeit nicht habe. Aber ich habe, Dank Mojo, ein großes Pack mit selbstgebrannten – nein, nicht Mandeln – sfz … aber Ziegeln.
Da greife ich mir einfach ein paar ab und packe sie auf die Base.
Das sieht dann so aus:



Wichtig: Damit die Steine auch halten: festkleben!

Dafür brauchen wir natürlich auch Farbe.
Da Ziegelsteine meist eine rötlich-braunen Optik folgen, welche so aussieht:



nutze ich dafür zwei Farben:
1. Panzer Aces Shadow-Flesh als Base
2. Bestial Brown von Citadel zum Washen.

Aber nun kommt erst einmal die Base dran. Wie angekündigt, fangen wir an mit … Graveyard Earth. Damit schmieren wir die Base ein, möglichst ohne den Paratrooper zu bemalen.
Vermischt die Farbe dabei mit ein wenig Wasser. Sie kann ruhig flüssiger sein. Es hilft nichts, wenn ihr nachher einen dicken Belag draufhabt, mit dem ihr nichts anfangen könnt, weil er die Struktur der Base vernichtet.
Und achtet darauf, dass kein Sekundenkleber oder Leim von Steinen oder was ihr sonst so draufklebt, auf der Base hängt und noch flüssig ist. Der Pinsel wird es euch danken … eigene Erfahrung …
Wenn ihr zu wässrig wart und ein wenig Schwarz herausguckt – kein Problem – maximale Coolness wahren und entweder das Wasser mit dem abgetrockneten Pinsel abziehen, was Ich in jedem Fall tun würde – und dann noch mal übermalen, oder … das Schwarz erst einmal drauflassen. Denn das kann später zum Aussehen der Base beitragen. Immerhin fügen wir ja noch Struktur und Highlights zu.
Wie Bob Ross sagen würde – „a little happy accident!“



Das Ergebnis sollte dann so aussehen:



Und das lassen wir jetzt erst einmal trocknen.
Wenn ihr glaubt, dass zu viel Farbe aufm Base ist – okay – Pinsel mit viel Wasser nehmen und drüberreiben, damit bekommt ihr zumindest Acrylfarbe leicht wieder ab. Danach ganz einfach das Wasser abziehen und nachmalen.

Als nächstes bemalen wir die Ziegelsteine. Hier nutze ich, wie angedroht, Panzer Aces Shadow Flesh:



Und dann bekommt das Gemisch rneut Zeit, ein wenig zu trocknen.

Erweiterte Bemalung:

Was nun kommt, ist eine kleine Erweiterte Bemalung – Skippt diesen Schritt einfach, wenn ihr die Base nicht so aufwendig machen wollt wie ich.

Denn jetzt folgt das erste Inken. Hier nehme ich Scorched Brown, das ich mit Wasser sehr verdünne für die Erde und verdünntes Bestial Brown für die Ziegel.
Das sieht dann so aus:



Danach kommen ein paar Kleinigkeiten, vor allem für die Steine. Mit dem Commando Khaki male ich den Mörtel der Steine nach.



So, jetzt haben wir ein wenig mehr Farbvarianz in die Base gebracht. Das ist aber nicht wichtig, wenn ihr euch den Schritt sparen wollt, denn es geht auch ohne die Base mit verwässerter Farbe zu überschütten. Die Erde ist dann einfach nur etwas heller im Gesamten (und je nachdem, ob ihr die gesamte Base eingefärbt habt oder nicht) hat sie dann eben nur eine Grundfarbe.

Back to Basics!

Aber damit kommen wir zurück zum Highlighten und dem, was man auf jeden Fall machen sollte.

Das Highlight wird in Form von Trockenbürsten durchgeführt. Dazu nehmen wir einen Trockenbüst-Pinsel oder einen Pinsel, der ein wenig härter ist und nehmen mit diesem ein wenig Commando Khaki auf, nur um die meiste Farbe wieder abzustreichen. Dann streicht ein wenig über ein Taschentuch oder eine Zeitung, bis keine Farbe mehr sichtbar vom Pinsel abgelöst wird.
Den Rest verteilen wir auf der Base. Wenn diese Farbverteilung mehr einem Staub gleicht, der sich auf die Base legt, dann habt ihr erreicht, was ihr erreichen solltet. Wenn ihr dicke Striemen bekommt, die aussehen, als seid ihr mit dem Pinsel abgerutscht, dann ist das noch nicht ganz so das Wahre.
Streicht auch ein wenig über die Ziegel. Ihr müsst das vielleicht ein paar Mal öfter machen, damit das Highlight richtig sichtbar wird, aber das Ergebnis sieht dann so aus:






Damit ist die Base schon fertig. Nun kann die Figur mit Mattlack versiegelt werden. Danach kommt das Gras drauf.
Aber damit geht’s morgen weiter (oder übermorgen – je nachdem, wie ich morgen dienstlich eingebunden bin)

Alles Vale (und jetzt endlich) einen guten Rutsch ;-D

Knochensack

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Qhorin am 31.12.12 22:59

Wirklich ein schönes Tutorial, so zwischen Raclette und Zinngießen ...
Das werd ich auch ausprobieren. Das reizt richtig zu nem neuen Trupp ausrüsten!! :squint:

Grü und Gutes Neues! 🎅

Grü
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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 01.01.13 22:55

Danke!

Freut mich, dass es dir gefallen hat ;-D Mal sehen, wann es weitergeht ... erstmal muss ich Gras besorgen ... meines ist leider nicht ganz so dafür geeignet.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von spy am 02.01.13 7:53

Danke für des Tutorial. Waren einige interessante Kommentare für mich dabei.

Bei deinem letzten Kommentar habe ich spontan einen Lachanfall bekommen:
Knochensack schrieb: Mal sehen, wann es weitergeht ... erstmal muss ich Gras besorgen ... meines ist leider nicht ganz so dafür geeignet.

"Ein Schelm, der Übles dabei denkt ..."

Auch danke dafür.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 02.01.13 18:19

Ja gut,

ich gebe ja zu - die Wortwahl in dem Moment war ein wenig unbedacht. Schreib das einfach meiner Eigenschaft zu, auch im dümmsten, langweiligsten Text noch irgendwo Humor unterbringen zu wollen ...

Freut mich, wenn dir das Tutorial soweit schon geholfen hat. Wie gesagt: Ich muss mal sehen, wann es weitergeht, denn leider habe ich in meiner Nähe weder einen gut sortierten Modellbaufachhandel, noch ein anderes Geschäft, in dem ich Modellmaterial erhalte ... Ich muss demnächst mal zum Supermarkt ... irgendein Geschäft muss doch so was haben ...

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 20.01.13 16:01

Salve,

da ich leider in letzter Zeit viel Pech hatte mit Material, habe ich mir aus purer Faulheit statisches Gras geholt und die Bases damit bearbeitet. Also alles schön statisch gemacht, ausprobiert und .... Nachdem ich zwei verschiedene Versionen ausprobiert hatte, habe ich die Grashalme gleich wieder gekürzt. Das Ergebnis sieht nun so aus:





Allerdings, das ist ein Versprechen und so klar wie einen Wal auf zwei Meter Entfernung mit einem Gewehr zu verfehlen - ich gehe wieder zurück zu den ursprünglichen Grasbüscheln, die ich mir immer als ganze Packs kaufe, werde dieses Statik-Gras nur als Belage verwenden.


On the next:

Yehaaaaaa - Endlich mal wieder einen Elysianer fertig, daher also demnächst: Wüstenbase for the Win!

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Qhorin am 25.01.13 12:54

Hi,

hab inzwischen mal wieder ein paar Figuren gebased und bin von der Leim-Sand-Brei zur Leim-Nasspinsel-Sandbad - Methode übergegangen. Stimmt. geht schnell, sieht gut aus ...
... und spart Sand

Danke ... einfach aber sehr nützlich!

Q.

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 25.01.13 14:57

Taktisch ist, was praktisch ist - hat mir mal jemand beigebracht ;-D

Freut mich, wenns geholfen hat.

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Verbrannte Erde

Beitrag von Gast am 26.01.13 1:33

So, hier eine kleine weitere Varianz mit verbrannter Erde:



Funktioniert wie die Konstruktion der Sandbase/Erdbase, nur mit anderen Farbtönen und in leicht anderer Reihenfolge.

Verwendete Farben:

1. Base: Citadel Abaddon Black

Und jetzt nur noch Trockenbürsten/Washen mit ...

2. Layer: Citadel Codex Grey
3. Wash: Citadel Nuln Oil
4. Layer: Citadel Steel Legion Drab (Oder irgendeine andere Sandfarbe) - in kleinen Flecken auftragen.
5. Layer: Citadel Codex Grey (Ja, zum zweiten Mal)
6. Layer: Panzer Aces White als End"Highlight".

Danach Gras auf die Base geklebt und mit ein paar Strichen Schwarz, Grau und Weiß trockengebürstet.

Weitere Bilder in meinem SciFi-Thread.

Wie versprochen: Sandbases kommen die Tage.

Alles Vale

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 26.01.13 11:56

Könntes du vielleicht nochmal eine Nahaufnahme von der Base reinstellen? Man kann davon nicht ganz so viel sehen 😉

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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

Beitrag von Gast am 26.01.13 12:32

Das einfache Volk ... einfach NUR am Nörgeln :lol!:

Ja klar. Kein Problem:



Sie hebt sogar extra den Rock, dass ihr den Schmutz besser sehen könnt.


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Re: Knochensacks Basing-Tutorial - Erd- und Wüstenbases

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