Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

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Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

Beitrag von Tailgunner am 14.01.13 18:23

Moin,

in diesem Beitrag möchte ich euch ziegen, wie ich ein Stug IV im Wintermantel bemalt habe. Um Fahrzeuge für Schneefall zu tarnen, verwandt man eine weiße Fabre auf Kalkbasis. Diese nutzte sich sehr schnell ab. Dies habe ich veruscht darzustellen. Natrülich habe ich dafür den Revellbausatz eines Stug IVs erstmal zusammen gebaut. Danach habe ich mit einem Handbohrer Löcher angebohrt, um Einschußlöcher darzustellen. Es empfiehlt sich die Einzelteile (ich habe Stug und Seitenschürzen getrennt bearbeitet) an einer entsprechenden Halterung anzubringen, damit man sie besser in der Hand halten kann. Ich habe hierfür ein Gewürzglas und zwei große Streichhölzer verwendet, an denen ich die Teile mit Knetpatafix angebracht habe. Dann konnte die Bemalung beginnen:

Schritt 1: Grundierung

Als erstes habe ich das Farzeug weiß grundiert, wodurch die Grundfarbe einen bessern Halt auf dem Modell bekommen soll. Dafür habe ich weißes Acrylspray von Humbrol verwendet.

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Schritt 2: Grundfarbe aufbringen

Danach habe ich die Grundfarbe (Vallejo 995 German Grey) mit einem Pinsel aufgebracht. Durch die weiße Grundierung kann man genau erkennen, wo noch Farbe fehlt.

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Schritt 3: Decals aufbringen

Bevor ich die Decals aufgebracht habe, habe ich das Modell mit einer Schicht Klarlack überzogen. Dadurch liegt das Decal auf einer graden Fläche auf und es bilden sich keine Luftblasen unter dem Decal. Danach legt man das Decal in warmes Wasser und löst es vom Trägerfilm mit Hilfe eines Pinsels. Dann birngt man das Decal auf der Fläche an und streicht mit speziellem Decalweichmacher darüber, um das Decal an die Konturen des Fahrzeugs anzupassen. Ich habe dafür Revell Decal Soft verwendet. Danach schützen wir die Decals mit einer erneuten Schicht Klarlack und bringen danach eine weitere Schicht Mattlack auf, damit später aufgebrachte Farbe/Haarspray besser auf der Oberfläche hält. Auch wenn man keine Decals aufbringt, sollte man dennoch auf eine Schicht Klarlack nicht verzichten, denn die Grundfarbe muss für die weiteren Schritte geschützt werden.

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Schritt 4: Decals abdecken

Da die Decals häufig wichtige Kennnummern oder Makierungen darstellen, sollte man diese abdecken, da man auch über diesen keine Kalkfarbe aufgebracht hat. Ich habe dies mit Knetpattafix getan. (Wie man sieht habe ich dies eigentlich erst nach Schritt 5 getan, allerdings ergibt das so mehr Sinn ;) )

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Schritt 5: Haarspray aufbringen

Als nächstes habe ich mir eine Dose Haarspry geschnappt und damit das Modell eingesprüht. Es muss nicht überall Haarspray dauf kommen, allerdings sollten grade die Ecken, wo besonders Abnutzung auftritt mit Haarspray bedeckt sein.

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Schritt 6: Weiße Tarnfarbe aufbringen

So jetzt wird das Modell mit weißer Farbe eingesprüht. Dabei solltet ihr die Farbe nur sehr dünn auftragen, damit die Grundfarbe noch etwas durchschimmert. Ich habe hierfür das selbe Spray verwendet, wie für die Grundierung, man kann die Farbe auch mit einer Airbrush oder mit dem Pinsel aufbringen. Hauptsache dünn!

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Schritt 7: Farbschäden

Jetzt wirds interessant. Ich halte das Modell unter warmes Wasser. Dadurch wird das Haarpray unter der weißen Farbe flüssig. Jetzt schnappe ich mir eine Zahnbürste und schrubbe das Modell ab. Hierbei sollten besonders die Abnutzungsstellen geschrubbt werden. Natürlich solltet man das Modell kontinuierlich unter das Wasser halten.

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Man sieht, dass die Farbe schön unregelmäßig abgerieben wurde. Jetzt lassen wir das ganze trocknen.

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Schritt 8: Rost

Die Ketten und den Auspuff habe ich mit Humbrol 62 bemalt. Danach habe ich ein Stück aus einem Spülschwamm herrausgeschnitten und vorsichtig in die Farbe getunkt. Danach das ganze ein bisschen an einem Küchentuch ect abtupfen und dann können wir auf den Laufrollen ect. ein paar Rostspuren aufbringen indem wir mit dem Schwamm den Rost auf das Modell auf tupfen.

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Schritt 9: weitere Bemalung

So jetzt habe ich die Werkzeuge, die am Panzernagebracht sind mit GW Chaos Black und Woodflat von Testors bemalt. Außerdem habe ich auch die Laufrollengumierung mit Chaos Black von GW bemalt (was ich nie besonders gut hinbekomme)

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Schritt 10: Gefechtsspuren bemalen

Als nächstes habe ich Die Gefechtsspuren mit verdünntem 99 Aluminium von Revell bemalt. Da mir die große graue Fläche zu homogen war, habe ich auf diese Revell 45 aufgetupft und mit einem Küchenpapier abgeputzt.

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Schritt 11: Metall bürsten

Jetzt bürste ich die Metallteile am Panzer (Werkzeug) mit der verdünten Alu Farbe trocken. Wer mag kann hier auch die Ketten trockenbürsten.

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Schritt 12: Grundfarbe ausbessern

Danach habe ich mich nochmal der Abnutzung der Kalkfarbe zugwendet. An den Stellen, an denen noch Abnutzung fehlte, habe ich die Grundfarbe nochmal aufgetupft.

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Schritt 13: Dreck

Zuerst versiegle ich alle bemalten Flächen mit Mattlack. Jetzt wirds schmutzig. Ich nehme braune und rotbraue Pigmente (Mojo hat ja schon gezeigt, wie man sie sich herstellt) und msiche diese mit Mattlack. Dann bringe ich die etwas körnige Pampe auf den Ketten, Laufrollen und sonstigen verdreckten Flächen auf.

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Schritt 14: Reflektion

Zum Schluß schaue ich mir mein Modell nochmal an und überlege, was ich das nächste Mal besser machen würde oder suche nach Fehlern, die ich noch ausbessern kann. Eventuell kann man auch noch Tanrzetzte ect. anbringen

Schritt 15: Präsentation

Ich fotographiere mein Modell mit einer Kamera. Dabei achte ich auf die Belichtung. Blitz sollte genau, wie gegen die Beleuchtung zu photographieren vermieden werden. Am besten macht man das Photo mit dem Licht oder bei Tageslicht und verwendet den Makromodus. Bei mir wird er durch eine Blume angezeigt. Ein neutraler Hintergund macht sich immer gut. Allerdnigs sollte man darauf achten, dass dieser im Kontrast zum Modell steht. Auch ein Diorama eigenet sich vorzüglich für die Präsentation (Sorry, dass ich selbst gegen diesen Tipp verstoßen habe). Habe ich das Photo geschoßen kommt es auf meinen PC, von dem ich es dann auf [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] hochlade. Dann eröffne ich ein Armmethread bzw. poste in meinem Bestehendem und füge die Bilder las BB-Code ein. Danach schreibe ich noch ein bisschen dazu und versuche den Mitgliedern zu zeigen, was ich bezwecken wollte und was mein Modell darstellen soll. Jetzt kann ich nurnoch entspannt auf ein Feedback warten und den Panzer währenddessen übers Schlachtfeld rollen lassen.

Ich hoffe mein Beitrag gefällt euch. Vllt. konnte ich euch ja ein wenig inspirien. Ihr merkt schon, dass sich viel mit Mojos Tut ähnelt, dass lässt sich allerdings nicht ändern. Von da habe ich ja auch die Technicken geklaut 😉
Mein Dank gilt der Community. Besonders Mojo für sein Weatheringtut und diesmal auch Neiner, der mich durch seine Massenproduktion sehr inspiriert hat. Außerdem möchte ich Magabotato danken, denn von denen stammt die Idee mit dem Haarspray (allerdings unter anderer Verwendung).

Ich freue mich auf eure Kommentare und Anregungen
Moritz

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Gruß Moritz

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Re: Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

Beitrag von Admin am 14.01.13 19:10

Danke für das Tut, sehr interessant.
Hält die weiße Farbe jetzt fest auf dem Modell oder könntest du mit etwas mehr Kraft jetzt weiter abreiben?

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Grüße Qhorin
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Re: Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

Beitrag von Qhorin am 14.01.13 19:13

Pffff ... ganz schön abgefahren für mich als quasi Anfänger ...
Aber danke für die Erläuterungen, wenn die Zeit kommt, dann weiß ich wo ich nachlese!!

Grü
Qhorin

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Re: Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

Beitrag von Tailgunner am 14.01.13 19:14

Also ich habe ja nachdem ich die Farbe abgerieben habe noch keine weitere Schicht Lack aufgebracht. Da ist dann schon hin und wieder noch was abgeblättert. Aber nachdem ich dann die Schiht Mattlack aufgetragen habe, hält die Farbe. Ich kann mir dem Fingernagel drüßerkratzen und da lößt sich nichts. Die Oberfläche ist wie bei konventionell gealterten Modellen nach dem finalen Mattlacküberzug.

@Qhorin: Ist garnicht so schwer. Du hast ja ne Airbush. Einfach lackieren, dann ne Schutzschicht, dann Haarspray und dann weiße Farbe und dann rubbeln. Kann man so auch günstig gestalten. Brauchst ja nur Acryllspray in Panzergrau/gelb für 7€, weißes Acryllspray für 7€, Mattlack für 4€ und Haarspray und Zahnbürste sollte man für 1,5€ bekommen.

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Re: Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

Beitrag von Panzerknacker am 14.01.13 19:43

Schön gemacht Thx

Hier gibs noch ein par mehr Tricks. Sehr gutes Tut finde ich und auch noch in deutsch.

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Re: Wintertarnung für Fahrzuege - die Haarspraytechnick

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