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Mémorial de l'Armistice in Compiegne

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Beitrag von Qhorin 16.06.22 14:10

Hey Folks,

auf dem Weg in die Normandie oder Bretagne fahre ich zumeist nödlich von Paris über die Schlachtfelder des WW1. Auf dem Weg liegt Compiegne, und dieses Mal habe ich es geschafft, dem Waggon, in dem zweimal ein Waffenstillstand geschlossen wurde, einen Besuch abzustatten:

Mémorial de l'Armistice in Compiegne
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Eintritt: 7,00 Euro
Geöffnet täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, im Dezember bis 17:30 Uhr

Die Lichtung, auf der sich das Ganze abspielte liegt etwas außerhalb, östlich von Compiegne, wenn man von Soissons kommt. Es gibt einen großen kostenlosen Parkplatz, und dort stehen auch Womos über Nacht. Es ist heute ein kleiner Park, mit Mahnmal und Statue von Marechal Foch, und dann eben das Museum, in dem der baugleiche Wagen steht, so wie er damals ausgesehen hat. Der originale Wagon wurde während der deutschen Besatzung im WW2 nach Berlin gebracht, und war dann irgendwann demoliert.

Der Fokus des Museums liegt zuert einmal auf dem Waffenstillstand von 1918 und dem Verteidigungskampf der Franzosen und ihrer Verbündeten an der Westfront. Da bleibt einige Heldenverehrung nicht aus ... ich lasse da einen meiner bevorzugten Militärhistoriker zu Wort kommen:

“THE FIRST WORLD WAR was a tragic and unnecessary conflict. Unnecessary because the train of events that led to its outbreak might have been broken at any point during the five weeks of crisis that preceded the first clash of arms, had prudence or common goodwill found a voice; tragic because the consequences of the first clash ended the lives of ten million human beings, tortured the emotional lives of millions more, destroyed the benevolent and optimistic culture of the European continent and left, when the guns at last fell silent four years later, a legacy of political rancour and racial hatred so intense that no explanation of the causes of the Second World War can stand without reference to those roots.”
― John Keegan, The First World War  


Zu sehen gibt es draußen zwei Feldhaubitzen und einen FT-17, und ja, auch die Franzosen haben einen Vater der Panzerwaffe, General Étienne ... sowas wie der Manstein seiner Zeit. Hat aber am Anfang des WW2 nicht geklappt ...
Drinnen ist der Waggon, kleinere Exponate und viel Infos zum WW1 und nacher zum frühen WW2. Besonders hat mir das Diorama gefallen.

Wer vorbei kommt, der sollte sich das nicht entgehen lassen. Nächstes Mal schau ich mir dann auch noch das Städtchen an.

Grüßles
Qhorin

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"You have no enemies, you say? Alas, my friend, the boast is poor. He who has mingled in the fray of duty that the brave endure, must have made foes. If you have none, small is the work that you have done. You’ve hit no traitor on the hip. You’ve dashed no cup from perjured lip. You’ve never turned the wrong to right. You’ve been a coward in the fight."
Charles Mackay
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