British Motorpool

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Beitrag von GumSmith am 03.01.16 19:05

Moinmoin,
ich fange für ungepanzerte britische Fahrzeuge und Geschütze mal einen neuen Beitrag an.
Ich habe für meine "Red Devils" einiges an Fahrzeugen auf der Liste. Diverse Jeeps, Anhänger, Pak, leichte Artillerie und LKW.
Angefangen habe ich mit einigen Jeeps von Airfix und einem von S-Models.
Den Anfang machen die neuen Airborne-Jeeps von Airfix. Der Bausatz enthält neben dem Jeep einen US 1/4 ton Anhänger, eine US M1 Pack Howitzer 75 mm und ein Verladegestell / Schlitten für den Fallschirmabwurf des Jeeps.
Nach Bauplan soll man für den britischen Airbornjeep die Standardmotorhaube und die Windschutzscheibe montieren. Da dem Jeep aber die Haube mit dem Gepäckrahmen beiliegt, habe ich diese Haube auch verwendet. Genauso die Zwillings-MG-Lafette; sie liegt bei, wird im Plan aber gar nicht aufgeführt/verwendet.
Mit den MG habe ich 2 leichte Fahrzeuge um einen 10er-Trupp schnelle Vorstöße und überaschende Angriffe fahren zu lassen.
Grundsätzlich unterschieden sich die britischen Airborne-Jeeps in folgenden Punkten von den Standard-Jeeps, wobei einige Änderungen nicht bei allen Fahrzeugen durchgeführt wurden, bzw. einige Änderungen vermutlich nur im Kampfeinsatz durchgeführt wurden (Abbau von Windschutzscheibe und Verdeckgestänge) :

- gekürzte vordere Stoßstange
- die hinteren ovalen Stoßfänger waren entfernt
- Reserveradhalterung entfernt, Reserverad in die Stoßstangenhalterung vorne eingelegt
- Motorhaube mit Gepäckhalterung (nicht bei allen Fahrzeugen)
- Windschutzscheibe abmontiert (nicht bei allen Fahrzeugen)
- Planengestänge abgebaut (nicht bei allen Fahrzeugen)
- Gepäckhalterung am Heck (nur bei einigen Fahrzeugen)





Die beiden Anhänger - der typische Anhänger der britischen Fallschirmjäger ist recht einfach aufgebaut, die Radabdeckungen fehlen. Auf den Fotos konnte ich keine Scharniere oder Verschlüsse erkennen. Einzig eine Reihe um die mitte des Kastenaufbaus angebrachter Haken sind ein kleines Detail, das die geraden Flächen auflockert. Die habe ich aber weggelassen, das sie mir für ein Spielmodell doch zu filigran und abbrechgefährdet sind.
Basis für den einfachen Umbau ist der Bausatzanhänger. Ich habe einfach die Seitenwände und die Radabdeckungen weggelassen , die Bodenplatte etwas verbreitert und den Aufbau aus Plastiksheet neu erstellt.


Die M1 7,5 cm Pack Howitzer aus dem Set. Ein einfacher, aber ausreichender Bausatz, wie ich finde. Die Löcher in der klappbaren Lafette muß man (wenn gewünscht) selber aufbohren. Bei der lackierten Haubitze habe ich es nicht gemacht um mir die Arbeit zu sparen, beim unlackierten 2.Modell wie man sieht dann doch. Im Bausatz fehlen die Visiereinrichtung und die Kurbeln zum richten. Die muß man scratch bauen - ich habe sie weggelassen. Werde ich vielleicht später nachholen.




Der Vergleich mit dem gepanzerten Jeep der 82nd US-Airborne (Dragon)





Von links nach rechts:
Dragon, S-Models, Airfix (01322), Airfix (02339).
Wie man sieht, liegen die Airfix-Modell und der Dragon Jeep von den Abmessungen recht dicht beeinander. Der S-Models sticht dagegen besonders in der Breite deutlich hervor, er ist auch etwas länger.
Insgesamt gefällt mir der S-Modells Bausatz von der Filigranität und detaillierung am Besten. Auch die Abmessungen sind besser. Airfix und Dragon gehen mehr in Richtung 1/76 denn 1/72.
Die Filigranität des S-Model-Jeeps ist aber auch seine Schwäche. Die oft dünnen Bauteile haben viele und große Angüße am Gußrahmen. So muß man beim raustrennen der Teile sehr vorsichtig zu werke gehen und hat viel feinfühlige Versäuberungsarbeit vor sich. Nicht einfach zu bauen, das Ergebnis belohnt einen aber für die benötigte Mühe  und Sorgfalt (die ich bei dem gezeigten Modell nicht immer aufgewendet habe).
Die Airfix-Bausätze gehen recht schnell zusammen, die Paßgenauigkeit ist ok. Die Bausätze erfordern zwar etwas Versäuberungsarbeit und anpassen, das geht aber fix.
Der Dragonbausatz geht ohne große Nacharbeit fix zusammen, ein anpassen ist nirgend nötig. Nur die große Ätzteilpanzerung muß vor dem einkleben mit Sekundenkleber sorgfältig angepaßt werden.


von oben nach unten:
S-Models
Airfix (02339)
Airfix (01322)
Dragon


Links die Gestelle zur Luftverlastung der Jeeps.

Gruß GumSmith


Zuletzt von GumSmith am 03.01.16 20:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: British Motorpool

Beitrag von Tailgunner am 03.01.16 19:20

Danke für diesen tollen Beitrag.

Mir hat beides sehr gut gefallen, zum einen die Erläuterungen zu den Unterschieden der Airborne Jeeps, zum anderen die Gegenüberstellung der verschiedenen Modelle.
Das Modell von S-Modells gefällt mir auch am besten. Von denen möchte ich auch mal etwas bauen.
Hat der Jeep von S-Modells auch Ätzteile?

Die Anhänger bekommen noch eine Beladung?

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Gruß Moritz

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Re: British Motorpool

Beitrag von Arndie am 03.01.16 20:01

Hi GS,

eine schöne Übersicht über die verschiedenen Jeeps. Hasegawa und Academy taugen nichts oder hattest du die einfach nicht da?

Das Verladegestell ist ja ein schönes Detail. Was für Trucks kommen noch? GMC's?

Viele Grüße,
Flo
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Re: British Motorpool

Beitrag von Jsobi am 03.01.16 20:08

Moin GS,

eine Jeep Besatzung habe ich noch hier für dich. Ich hoffe mal, das ich die zur tactica bei dir loswerden kann

Gruß Jan

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Re: British Motorpool

Beitrag von Plasticwarrior am 03.01.16 20:13

Danke von Mir auf für das gegenüberstellen der drei Hersteller.


Mir gefällt der "neue" Airfix Jeep sehr gut.
Alleine weil er die Möglichkeit für den Brit.Falli Jeep hat.
Und nochmehr als ich den hier sah:












Da geht also noch das eine oder andere mit zum beladen mit drauf.

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 03.01.16 20:24

Moinmoin,
@Tailgunner: Den S-Models - Bausätzen liegen Ätzteile für die Jeeps bei (Spiegel, Planengestänge aufgeklappt und die diversen Handgriffe). Bei dem Set mit der 37 mm Pak liegen auch Ätzteile für die Pak bei.
Was die Anhänger angeht, jaa, da soll noch was rein. Bin aber noch nicht sicher, was und wie. Wahrscheinlich Einen Einsatz aus Styrodur oder so, auf die ein Stück Plastiksheet kommt und darauf etwas Gerödel. Vielleicht so, das man es rausnehmen oder austauschen kann (keine Ahnung warum, einfach weil das eine Möglichkeit wäre...).

@Arndie: Hmmm, Academy und Hasegawa sind auch eher 1/76 als 1/72von daher passen sie in etwa zu den Airfix und Dragon-Jeeps. Was die Qualität angeht, wenn man einfach nur einen Jeep für seine Armee sucht, kann man die auch nehmen. Die Bausätze gehen problemlos zusammen, schnell und leicht gebaut.
Ansonsten ist da das ein oder andere im Argen, die Räder sind sehr grob und breit, der Hasegawa-Jeep ist zu hoch, die Sitze und Sitzbank sehr ...schlicht dargestellt. Die Lenkräder beider Modelle sind zu klein, die vorderen Schmutzfänger zu kurz, das zusammengeklappte Planengestänge ist ziemlich daneben.Ich habe einen Hasegawa-Jeep im Bestand:


Der Academy - Jeep ist meiner Erinnerung nach fast gleich, nur das er einen Motor hat.
Kann man nehmen, ich muß es nicht mehr.
Am liebsten würde ich komplett auf S-Models umsteigen, aber da ist mir der Bau dann doch etwas zu aufwendig. Schade - für Dioramen ist er aber meine erste Wahl.

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Re: British Motorpool

Beitrag von Qhorin am 04.01.16 14:36

Hey GS, merci fürs Zeigen und Aufarbeiten. Das ist doch mal ein informativer Fred, auch für nicht Westalli-Spieler

... die Anhänger sind zwar schlicht, machen sich aber sicher gut auf den Fotos später!
Ich möchte ja jede Wette eingehen, dass du mit Nr.1 jetzt regelmäßig Luftlandung übst. Nach Heiden muss man dann auf jeden Fall Flak mitbringen


Grü
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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 04.01.16 15:40

Moinmoin,
@Jsobi: Denke schon, das ich die Jeep-Besatzung nehme.

@Qhorin: Naja, das mit der Luftlandung ist so eine Sache. Im BO-Regelwerk ist sie eigentlich nicht sehr effektiv (es sei denn gegen unvorbereitete Neulinge ohne Flak), da die Verlustquote einem schon einen Strich durch die Rechnung machen kann. Das ist ein Vabanque-Spiel. Und durch die neuen Aufklärer/Artillerieregeln sehe ich das dann eher als Ressourcenverschwendung an. Wir arbeiten aber gerade an Luftlande-Szenarien - ist etwas tricky, da eine ausgewogene Aufstellung zu finden, aber man wird sehen.

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Re: British Motorpool

Beitrag von Panzerknacker am 07.01.16 21:32

Schöne Gegenüberstellung, Danke .

Da frage ich mich jetzt natürlich was ich nun mit meinen 2 S-Model-Willys anstellen soll scratch . Zum Matchbox wird das ja wohl nicht besser werden.
Die "Kleineren" als Standard und die SM evtl. für Umbauten... .
Hätte da auch schon ne klasse Idee  .


Mal sehen .

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 19.01.16 15:10

Moinmoin,
auch hier gibt es einen kleinen Fortschritt zu vermelden:

Ich habe noch einen Airfix-Jeep (01322) gebaut und die Jeeps weiter "zugepackt".
Nachdem ich einige Schlauchboote für Flußüberquerungen gegossen habe, wurde ich von meinem Sohn gefragt, ob ich denn auch LKW bauen würde um die Boote zu transportieren - es sähe doch blöd aus, wenn die Boote einfach aus dem nichts auftauchen.
Also habe ich noch schnell einen Airfix-Jeep-Anhänger zum Schlauchboot-Transporter umgebaut. Ich habe einfach ein paar runde Pakete (Planen oder so) als aufgerollte Schlauchboote genommen.







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Re: British Motorpool

Beitrag von Qhorin am 20.01.16 8:38

Tja, Sohnemann schubst Daddy wohl ab und an in die richtige Richtung
Kommt gut rüber ... und auf den Fahrzeugen kann eigentlich nie genug Gerödel sein ...


Grü
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Re: British Motorpool

Beitrag von Arndie am 20.01.16 11:11

Der Anhänger ist eine schöne Idee und das Gruppenbild sieht toll aus. Viele kleine Jeeps, ausschwärmen! 
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Re: British Motorpool

Beitrag von Plasticwarrior am 20.01.16 18:33

Ist das ganze Gerödel aus "eigener Produktion" oder hast Du was wo man gut an sowas ran kommt?

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 20.01.16 20:13

Moin plasti,
eine bunte Mischung aus verschiedenen Herstellern und Eigenproduktionen. Einiges habe ich von diversen Messen mitgebracht, teilweise von den diversen ideellen Ausstellern vom Flohmarktverkauf, oft weiß ich nicht mal welche Hersteller das sind.
Goffy ist einiges dabei, ich glaube das bekommt man jetzt von Black Dog. Bischen was von Matchbox aus den Fahrzeugsätzen, Munitionskörbe von deutschen 7,5 cm Geschützen von ???, die Munitionstuben für Piat sind Abgüsse von irgendwelchen Weichplaste- und Zinnteilen, usw.

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Re: British Motorpool

Beitrag von Arndie am 20.01.16 21:45

Werden sich die Schlauchboote der Briten eigentlich von denen der Deutschen unterscheiden oder nimmst du da die gleichen Modelle?
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Re: British Motorpool

Beitrag von Plasticwarrior am 22.01.16 1:01

@GumSmith,
Danke für die Info.
Hatt es mir aber schon fast gedacht,das es ein "Sammelsurium" von verschiedenen Herstellern und Quellen ist.

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 22.01.16 7:06

Moin plasti, 
dabei  sind noch PSC, Roco und Mobicast. 

@Arndie: Ich nehme die gleichen  Schlauchboote für alle. Die Unterschiede  waren so groß  nicht. Die Briten haben noch Faltboote  verwendet.  Die müsste  ich aber scratchen, das ist  mir  zu viel  Arbeit. 

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Re: British Motorpool

Beitrag von Panzerknacker am 31.01.16 18:01

Gefällt mir wieder ausgesprochen gut

Eine so "stimmige" Armee, wie bei dir, sieht man selten  .
Schlauchboottransport hat schon was.

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 26.07.16 14:37

Moinmoin,
ich komme im Moment nur sehr langsam voran, ist sicherlich auch das Wetter schuld, die Arbeit nimmt wieder zu, Zeit und Lust sind also knapp. Aber wie es so ist, ein "am-Rande"-Projekt lockt und schon fummelt man hier, frickelt da... und schon hat man wieder was zu zeigen.
Den Grundbau des Modells hat vor langer Zeit mal No.1 gemacht, es landete unvollendet wie so vieles im Regal der Schande. Nun wo wir den Fluß bespielen, hat er es wieder rausgeholt, so gut es geht zuende gebaut und dann viel es mir in die Hände.
Es ist ein weiteres Sonderfahrzeug für meine Briten, die dieses Fahrzeug hauptsächlich bei Pionieren und Sonderverbänden verwendeten.
Erstaunlicherweise wurde der LVT 4 "Buffalo" während der Invasion nicht eingesetzt. Erst im Herbst 1944 begannen die Briten, dieses leichtgepanzerte Vollketten-Amphibienfahrzeug zu nutzen. Besonders bei den Kämpfen im Bereich der Scheldemündung, später in den überfluteten Niederungen der Niederlande sowie bei einigen Flußüberquerungen in Deutschland (Rhein, Weser, Elbe)kamen sie dann doch noch im Westen zum Einsatz.Auch im Süden, in Italien kamen sie erst relativ spät zum Einsatz.
Die Amerikaner setzten diese Fahrzeuge bei der Überquerung von Rur und Rhein im Frühjahr 1945 ein.
Bei dem Bausatz handelt es sich um das gute alte Stück von Airfix - nichts dolles, eher 1/76, aber für Tabletop ist er top geeignet.
Die 30cal. habe ich ersetzt und mit Schutzschilden versehen, statt der Bausatzeigenen 20 mm Polsten-Kanone habe ich ein 50 cal. von Dragon aufgebaut, auf den Vorbildern sind verschiedene Varianten der Bewaffnung zu sehen. Die MG mit und ohne Schutzschild, nur 2 x 30 cal. in den seitlichen Halterungen, nur ein 50 cal., oder auch je ein 30 cal. vorne seitlich rechts und links.
Dazu ein paar Munitionskisten, Packtaschen und Tarnnetze um das Fahrzeug zu beleben.
Die Sandsäcke vorne als Schutz für das 50 cal. habe ich auch bei einem Vorbildfoto abgeschaut. Die Sandsäcke sind aus Magic Sculp selbstgemacht.
Die Heckklappe läßt sich dank eines kleinen Magneten öffnen und schließen.(Großer Dank an Panzerknacker, der mich reichlich versorgt hat).









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Re: British Motorpool

Beitrag von Qhorin am 27.07.16 12:09

Hey GS,

die Briten liegen für mich ja weit in der Zukunft, na, da habt ihr ja ganz schön was aus der Kiste rausgeholt. Fein, fein. Das wird sicher ein Hingucker auf der Platte
Kuckt da aus der Front auch ein MG raus? Ist ja gespickt mit Waffen, das Ding ;-)

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 27.07.16 13:11

Moin Qhorin,
jepp, das ist ein Bug-MG, ich habe bisher noch gar nicht darüber nachgedacht, ob die Briten das Teil überhaupt drin hatten. Mal schauen, jetzt könnte ich es wohl noch ändern.
Hab mal schnell nachgeschaut, beim 5th Assault Regiment RE hatten sie wohl kein Bug-MG, zumindest auf den Bilder wo man es erkennen kann.
Bei den 1st Lothians / 79th AD kann ich es nicht erkennen, allerdings ist im Concord-Band 7032 "US Amtracs and Amphibians at War 1941-45" eine Zeichnung eines Buffalo der "Hobart`s Funnies",  11 RTR, 79th Armoured Div. welches das Bug-MG zeigt.
Auch in Italien von den Briten eingesetzte Buffalos zeigen das Bug-MG. Damit ist es entschieden - es bleibt .
Es gilt die alte Regel "Viel hilft viel".

Und schon geht es weiter.

Ein bischen Farbe ist auf die Sandsäcke und das Zubehör gekommen, außerdem habe ich ein paar Decals aufgebracht.
Die Decals waren eine schwere Geburt, da die Briten erstens kaum Kennungen und ähnliches aufbrachten, soweit ich das auf den Vorbildfotos erkennen konnte und laut einem Concord Band über alliierte Amphibienfahrzeuge Einheitsabzeichen u.ä. vor dem Einsatz oftmals entfernt / übermalt wurden.
Zweitens habe ich auch keine passenden Decals für Amtracs in britischen Diensten gefunden - also habe ich mir die Freiheit genommen, einige Churchill-Decals zu plündern, so das die hier verwendeten Decals nicht originalgetreu sind, sondern eher dem auf Fotos erkennbaren nachempfunden. So führten die Buffalos teilweise Namen, "Cyclops" war aber nicht darunter. Und auch die Fahrgestellnummer an Front, Heck und Seiten ist die eines Panzers, nicht eines Amtracs.
Das sehe ich jetzt einfach mal sehr entspannt. Hauptsache das Erscheinungsbild kommt hin.
 
Und den Riss in der linken Kette werde ich natürlich reparieren ! Der Bausatz ist schon etwas älter, die Ketten scheinen empfindlich geworden zu sein.







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Re: British Motorpool

Beitrag von Panzerknacker am 27.07.16 19:44

Cooles Teil . Kann das sein das das der Erste hier im Forum ist?

Deine Erläuterungen zum Kfz sind immer super .
Bei Decals bin ich auch gerne mal... na sagen wir kreativ  . Aber zum spielen finde ich das nicht ganz so schlimm

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Re: British Motorpool

Beitrag von GumSmith am 01.08.16 15:21

Moinmoin,
trotz Rückschlägen ist es vollbracht. Washing, drybrush, Alterung, Lackabplatzer und Rostspuren - ich habe diesmal etwas mehr mit dem Fahrzeug angestellt. Soll ja auch ein typisches Fahrzeug im Einsatz in den niederländischen Überflutungsgebieten sein.
Dann noch Pigmente, um die Rückstände des abgelaufenen Schlamwassers darzustellen, mit weichem Pinsel aufgetragen und dann mit Feuerzeigbenzin in Schlieren gezogen und fixiert.
So weit, so Gut:





Dann noch Mattlack drüber, und schwupps, nix mehr zu sehen von den Pigmenten. Davon habe ich dann kein Bild gemacht, weil gab ja nix zu sehen.

Nach der Katastrophe habe ich mit Fußbodenglanz und Acryl-Mattlack und helleren Pigmenten rumexperimentiert - das Egebnis ist insgesamt ok für mich.















Und damit Feuer frei für Kommentare, Kritik und Anregungen.

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Re: British Motorpool

Beitrag von morle am 02.08.16 18:11

Hallo GumSmith,

der Buffalo ist dir mal wieder sehr gelungen. Ist es doch ein Beleg, dass man auch aus älteren Modellen noch viel herausholen kann. . Auch finde ich die Idee, den Buffolo mit andere MG`s zu bestücken, ist sehr gut.

morle

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Re: British Motorpool

Beitrag von shooter am 03.08.16 9:44

...da kann ich Morle nur beipflichten, super Gefährt...besonders das weathering ist Dir wirklich gelungen!

Gruß,

Flo
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